Fahrbericht Alfa Romeo Giulia Veloce

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Der 4Q genannte Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung gehört beim Veloce-Modell zur Serienausstattung. In normalen Fahrsituationen leitet er 100 Prozent des Antriebsmoments zur Hinterachse. Die präzise Lenkung bleibt dann frei von den Krafteinflüssen des Motors, die Giulia fährt sich agil wie eine hinterradgetriebene Sportlimousine mit verhaltenem Hang zum Übersteuern. Eine Spaßbremse ist dieser Antrieb ganz sicher nicht. Reicht die Traktion der Hinterräder nicht, werden bis zu 50 Prozent der Antriebskräfte zu den vorderen Rädern geleitet. Eine mittlere Differenzialbremse begrenzt den Drehzahlunterschied zwischen Vorder- und Hinterachse auf minimal 2,5 Prozent.

Der Allradantrieb steigert das Gewicht gegenüber der Standardantriebs-Versionen vergleichsweise geringfügig um 60 Kilogramm. Eine Kardanwelle aus kohlefaserverstärktem Kunststoff spart Gewicht und senkt die Trägheit, die Batterie wandert zur besseren Gewichtsverteilung in den Kofferraum. Die Radaufhängungen sind aus Aluminium, die Federung stellt einen gelungenen Kompromiss aus Komfort und Dynamik dar.

Die Zahl der Assistenten überschaubar. Überwacht werden die Spurhaltung und die Kollisionsgefahr mit einem Hindernissen oder Fußgängern. Notfalls wird selbsttätig gebremst. Rückfahrkamera und Parkpilot bilden ein Standard-Ensemble. Beim Infotainment spielt die Giulia ebenfalls nicht in der ersten Liga, sie will eben kein Smartphone mit Rädern sondern gerade als Veloce-Version eine fahraktive Sportlimousine sein.

Die Giulia kehrt zurück zu den traditionellen Werten der Marke und soll ihre teils exklusive Technik nach den Worten von Alfa-Romeo-Chef Fabrizio Curci noch eine ganze Weile als Alleinstellungsmerkmal behalten. So soll der Dieselmotor erst mit einigem Abstand in einem Jeep angeboten werden. Beschlossene Sache ist eine Kombiversion für die Giulia-Familie, sie soll 2017 vorgestellt werden.