Fiat Panda in der Erdgas-Version: Wie günstig ist CNG wirklich?

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Mit Compressed Natural Gas (CNG), also Erdgas, betrieben, liegt der Verbrauch laut Hersteller bei 6,4 Kubikmeter oder 4,2 Kilo pro 100 Kilometer. Auf unseren Testfahrten benötigten wir durchschnittlich 5,0 Kilo. Da diese Zahlen wohl nur CNG-Fahrern etwas sagen, rechnen wir den Herstellerverbrauch in Euro und Cent um: Erdgas kostet derzeit etwa 86 Cent pro Kilogramm, Super etwa 1,36 Euro pro Liter. Für 100 Kilometer im Benzinbetrieb zahlt man demnach mit unserem Erdgas-Panda rund 8,50 Euro, während es im Erdgasbetrieb nur etwa 3,60 Euro sind, also noch nicht einmal die Hälfte. Da freut sich das Schottenherz. Aber auch die Umwelt hat was davon: Die CO2-Belastung ist mit 114 Gramm pro Kilometer rund 14 Prozent niedriger als bei der Benzinvariante.

Doch Geld spart man natürlich nur im Gasbetrieb. Und da hakt es, denn Erdgastankstellen sind immer noch recht selten. Gerade mal 758 Tankstellen gibt es in Deutschland. Das bedeutet in der Praxis, dass man schon genau wissen muss, wo die nächste Station liegt – einfach die Augen aufzuhalten, hilft nichts. Und es heißt, dass man auch in einer Großstadt mal quer durch die City zur nächsten Tankstelle fahren muss. Was in der Heimat noch funktioniert, wird bei längeren Fahrten zu einer logistischen Herausforderung. Eine Hilfe sind mobile Navigationssysteme. Die lassen sich mit Zusatzprogrammen aufrüsten, sodass man auch nach Erdgastankstellen suchen kann.

Die geringe CNG-Tankstellendichte ist umso problematischer, als die Erdgas-Reichweite nicht eben groß ist. Gerade mal 270 Kilometer sind drin. Wer wie wir täglich 35 Kilometer zur Arbeit und 35 Kilometer nach Hause fährt, muss alle drei oder vier Tage nachtanken – nicht gerade praktisch, vor allem, wenn keine Tankstelle auf dem Weg liegt. Gut also, dass man auch mit Benzin fahren kann.