Frisches Duo: Der neue Ford Focus CC im Test
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Ăśberraschend anders
Lenkung: unspektakulär gut, Bremsen: ebenfalls unspektakulär gut – und das Fahrwerk? Unser Wagen ist mit dem optionalen Sporfahrwerk (205 Euro) unterwegs, was den Focus CC rund zehn Millimeter näher an den Asphalt rückt. Sport, Dynamik, Härte – das erwarten wir jetzt. Und nichts dergleichen passiert. Sanft bügelt das Cabrio Unebenheiten weg, dennoch legt es sich nur wenig in die Kurve und Nickbewegungen finden kaum statt.
Der Diesel mag Kultur
Als erstes schnappen wir uns den Focus CC mit 2,0-Liter-Diesel. Der Motor leistet 136 PS und ein brauchbares Drehmoment von 320 Newtonmeter, das bereits bei 2000 U/min anliegt. Erst einmal angeworfen, schnurrt er leise vor sich hin. Beim Überholen zeigt sich der Selbstzünder schön durchzugsstark, ohne seine Stimme über Gebühr zu erheben. Ob niedrige oder hohe Drehzahlen: Für einen Diesel zieht der 2,0-Liter-TDCI in einem breiten Bereich immer gut durch. Als Normverbrauch gibt Ford 5,9 Liter an. Wir haben den Wagen bei hohem Landstraßenanteil ohne sonderlich sparsame Fahrweise locker auf 5,6 Liter gebracht.
Schwer zu unterscheiden: Der 2,0-Liter-Benziner
Der Benziner bringt es auf eine Leistung von 145 PS – neun Pferdestärken mehr als beim Diesel. Allerdings liegt das Drehmoment nur bei 185 Newtonmetern und erreicht sein Maximum erst bei 4500 U/min. In der Praxis wirkt der Fremdzünder sogar etwas knurriger als die Dieselvariante, den Spurt auf 100 km/h legt es in 10,3 Sekunden hin – hier herrscht Überinstimmung. Bei der Höchstgeschwindigkeit liegt der Benziner mit 208 km/h vernachlässigbare 3,0 km/h vor dem Diesel. Den Benzinverbrauch gibt Ford mit 7,7 Litern an – wir schafften 7,2 Liter.