Geländeprüfung im Toyota Land Cruiser V8
Seite 2: Geländeprüfung im Toyota Land Cruiser V8
Gute Schräglage
Aber er muss ja auch nicht mit oberflächlicher Schönheit punkten, bei ihm zählen Robustheit und Kraft. Also rein in den Koloss und ab ins Gelände. Unter der Haube des Testwagens arbeitet ein neu entwickeltes 4,5-Liter-Dieselkraftwerk mit 286 PS bei 3600 U/min und einem maximalen Drehmoment von bulligen 650 Newtonmeter. Der Instruktor auf dem Beifahrersitz gibt eine kurze Einführung und eh wir uns versehen, befinden wir uns samt Fahrzeug in einer Schräglage von 42 Grad. Ohne Sicherheitsgurte würden wir mit undefinierbarer Haltung in der Seitenscheibe liegen. „Keine Bange, das schafft der Wagen schon“, beteuert der Fachmann und leitet uns zum nächsten Hindernis.
„Des passt schon“
Dort wartet eine Steigung von beinahe 45 Grad, die mithilfe der Berganfahrkontrolle Hill-Assist-Control (HAC) bewältigt werden muss. Sobald man den Fuß vom Bremspedal nimmt, greift das Helferlein automatisch über die Bremsanlage ein und beugt somit einem Zurückrollen des Fahrzeugs vor. Der Land Cruiser schiebt uns dann gemächlich den Steilhang nach oben und hebt die Front so weit ins Nichts, dass wir nur noch den wolkenverhangenen Himmel sehen. „Vertrauen Sie dem Auto“, sagt der Instuktor in aller Ruhe. Trotzdem kommen Zweifel auf, ob es gut war, fast die ganze Kontrolle der Technik zu überlassen. „Des passt schon“, sagt der Spezialist, „gleich geht es runter“.
Füße weg von den Pedalen
Und tatsächlich, langsam senkt sich das Vorderteil und wir stehen wieder fest auf allen Vieren. Bevor wir aber nach unten fahren, wird das Pendant zur HAC, die Bergabfahrkontrolle Downhill-Assist-Control (DAC) aktiviert. Und nochmals werden wir aufgefordert, den Fuß weg vom Bremspedal zu nehmen und die Arbeit der Technik zu überlassen. Mit dem Assistenzprogramm bleibt der Wagen auf konstant niedriger Geschwindigkeit und lässt sich so besser kontrollieren als mit der Fußbremse. Stotternd geht es bergab.