Geländeprüfung im Toyota Land Cruiser V8
Seite 3: Geländeprüfung im Toyota Land Cruiser V8
Weltneuheit an Bord
Unten angekommen heißt es Wagen-Wechsel. Wir steigen in einen Land Cruiser V8 mit weiterentwickeltem 4,7-Liter-Ottomotor ein. Der 288 PS starke Benziner liefert ein Drehmoment-Maximum von 445 Newtonmeter, welches bei 3400 U/min anliegt. Diese Variante ist mit der Neuheit „Crawl Control“, der geländeabhängigen Geschwindigkeitsregelanlage, ausgestattet. Die „Kriechkontrolle“ soll die Sicherheit und Kontrolle erhöhen, wenn es auf kritischen Untergründen wie Geröll oder Sand um die optimale Geschwindigkeit geht. Der Fahrer kann und soll sich komplett auf die Lenkarbeit konzentrieren. Das Tempo wird über den parallelen Eingriff in Motorleistung und Bremsanlage geregelt.
Nicht auf die Bremse drücken
Mithilfe der „Crawl Control“ manövriert uns der V8 selbsttätig einen weiteren Steilhang souverän nach oben. Bergauf gibt uns das System ein gutes Gefühl, ganz anders allerdings sieht es aus, wenn man sich nach unten rollen lässt. Trotz der Versicherungen des Instruktors fällt es schwer, nicht doch auf die Bremse zu drücken. Mit ABS-ähnlichen Stößen zuckeln wir den Hang hinunter. Momentan gibt es die „Crawl Control“ übrigens nur in Verbindung mit dem Benzinmotor. Langfristig soll das System aber auch im Diesel erhältlich sein, so Henning Meyer, Pressesprecher von Toyota.
Bullige 650 Newtonmeter
Im Gelände hat uns der neue Land Cruiser V8 überzeugt, jetzt muss er sich aber noch auf der Straße beweisen. Wie zu Beginn unserer Testfahrt steigen wir in die 4,5-Liter-Selbstzündervariante und drücken den Startknopf. Ein gewisses Nageln des Motors ist nicht zu überhören, doch das stört uns nicht, denn ebenfalls dieseltypisch ist das bullige Drehmoment von 650 Newtonmeter, das bereits bei 1600 U/min anliegt. Das sorgt auch auf Asphalt für willkommenen Durchzug. In 8,2 Sekunden drängt der Wagen von null auf Tempo 100 und erreicht bei 210 km/h die Höchstgeschwindigkeit. Der durchschnittliche Dieselverbrauch liegt bei moderaten 10,2 Liter auf 100 Kilometer. Der Benziner hingegen fordert stattliche 14,4 Liter Sprit auf gleicher Strecke ein – und das sind natürlich nur die Werte auf dem Papier.