Gewachsenes Kompakt-SUV: Nissan Qashqai+2

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Die Verlängerung des Qashqai ist aber mitnichten vollkommen sinnlos. Kann man die dritte Sitzreihe auch vergessen, so kommen doch immerhin 140 Liter Kofferraum im Vergleich zum kurzen Modell hinzu. Damit ist die Reise mit mehr Equipment möglich. Fallen auch noch die Rücklehnen der zweiten Reihe, passen entspannte 1520 Liter Gepäck in den Wagen. Und zur Entspannung trägt auch viel Sonnenlicht bei: Das im kurzen Qashqai optionale Panorama-Dach darf im langen Japaner serienmäßig mit dabei sein. Um 14 Zentimeter verlängert, spricht Nissan vom größten Glasdach im Segment. Per Knopfdruck schiebt sich eine Blende vor die Dachscheibe – es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis der Sichtschutz vorne angekommen ist, so groß ist der Lichteinlass.

Nicht nur die Außenmaße des Qashqai+2 sind gegenüber dem kurzen Modell gewachsen. Auch der Radstand darf zulegen, um 13,5 Zentimeter auf jetzt 2,77 Meter. Dem Fahrverhalten ist dies nicht abträglich, ganz im Gegenteil: Lange und kurze Wellen nimmt der gestreckte Wagen ausgesprochen souverän. Nur kurze Querfugen schlagen bei der insgesamt europäisch-sportlichen Abstimmung gut zu den Insassen durch. Kurven spulen wir mit spaßbringender Präzision unter kaum wahrnehmbarer Wankneigung ab – das hohe Fahrzeug ist gut für eine Ausfahrt über kurvige Bergstrecken geeignet. Dabei arbeitet die Lenkung genau und ohne Spiel, nur eine ganz leichte und deshalb auch leicht zu verschmerzende Schwergängigkeit stellen wir fest. Unser Qashqai-Einstiegsmodell fährt mit reinem Frontantrieb vor, ein automatisch zuschaltender Allradantrieb muss extra bezahlt werden. Unter normalen Bedingungen reicht die Vorderrad-Kraft vollkommen aus, selbst straff angegangene Kurven bringen weder Unter- noch Übersteuerungs-Tendenzen zum Vorschein. Erst bei Schnee und Nässe wird der Allradantrieb seine Vorteile ausspielen können.