Heraus aus der NIsche: 35 Jahre Golf Diesel

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1980 brachte VW die zweite Generation des Motors auf den Markt. Der Hubraum wuchs auf 1588 Kubikzentimeter, die Leistung auf 54 PS, das Drehmoment von 82 auf 100 Nm. 1982 kam dann eine Variante auf den Markt, die erstmals geradezu sportlich wirkte und einen Baureihe begründete, die es noch heute gibt. Der Golf GTD mit strammen 70 PS hatte zwar immer noch keine Direkteinspritzung, fühlte sich aber dank Turboaufladung und dem noch immer geringen Fahrzeuggewicht recht spritzig an. Im Übrigen "vergleichmäßigte" der Turbolader den Ansaugvorgang und brachte ein ruhigeres Laufverhalten mit sich.

Die damalige Dieseltechnik mag aus heutiger Sicht nur noch historisch interessant sein. Der eigentliche Durchbruch war wie gesagt die Direkteinspritzung, welche zuletzt als Common-Rail-Variante die Effizienz und den Motorkomfort auf einen Standard gehievt hat, der für viele den Diesel erst recht zur ersten Wahl macht – trotz der zum Teil nicht schwer zu beherrschenden bei Stickoxid- und Partikelreduktion. Vielleicht hätte der Diesel im Volkswagen-Konzern aber nicht seine große Bedeutung bekommen, wenn der Golf I Diesel nicht gewesen wäre. Er führte den Selbstzünder heraus aus der Nische. Heute wählen rund 40 Prozent der Autokäufer ein Modell mit Dieselmotor. (ggo)