Jeep Grand Cherokee 3.0 CRD mit neuem Dieselmotor

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Die Lenkung ist bei jeder Geschwindigkeit sehr weich und bietet zudem gefühlt ein ordentliches Spiel in der Mittellage. Nicht schön anzufassen: Der bei der Ausstattung Overland serienmäßige Holzeinsatz am oberen Lenkradkranz ist dicker als der restliche Teil des Steuerrades. Serienmäßig ist in der Topausstattung auch ein Luftfahrwerk dabei. Die Abstimmung ist allerdings nicht gelungen: Selbst kleinste Unebenheiten reicht der Grand Cherokee ungefiltert an seine Passagiere weiter. Gegen Kurvenwanken hat der Jeep dann aber wieder nichts einzuwenden: In schöner Schräglage schaukeln wir beim Kurvenräubern von rechts nach links. Trotzdem würde uns natürlich eine umgekehrte Abstimmung mit weniger Wankneigung und komfortabeler Schlaglochbewältigung besser gefallen. Die Bremsen verzögern den schweren Grand Cherokee übrigens souverän. Sie sind laut Hersteller für den deutschen Markt besonders stark. Dies soll wohl nicht zuletzt eine Warnung an all jene sein, die sich trotz Rekord-Niedrigpreisen hierzulande ihren Jeep auf dem noch viel billigeren US-Automarkt kaufen wollen.

Der Dieselmotor wurde im Auftrag der neuen Jeep-Mutter Fiat beim Spezialisten VM Motori aus dem italienischen Cento entwickelt. Die Maschine hat im großen Ami Premiere und wird dann auch in weiteren Modellen des um die Fahrzeuge von Chrysler/Lancia und Dodge erweiterten Konzernverbundes Einzug halten. Der 3,0-Liter-Motor ist in zwei Leistungsstufen zu haben: 190 PS gibt es in der einfachsten Ausstattung Laredo, 241 PS für die Linien Limited und Overland. Auch das Drehmoment unterscheidet sich: Beim Laredo sind 440 Nm zwischen 1600 und 2800 U/min drin, in den beiden höheren Ausstattungsstufen gibt es dann 550 Nm zwischen 1800 und 2800 U/min.