Kleiner Allradler: Unterwegs im Suzuki Swift 4x4
Träge und kraftlos
Der Swift 4×4 ist ausschließlich mit einem 1,2 Liter kleinen Benziner erhältlich. Dieser hält allerdings nicht, was 94 PS versprechen. Die ohnehin nur 118 Nm maximales Drehmoment liegen erst bei 4800 Umdrehungen an. Insgesamt recht träge und kraftlos, verleitet der Vierzylindermotor so zu hochtourigem Fahren. Doch selbst dann ist der Kleinwagen nicht eben spritzig unterwegs. 165 km/h Höchstgeschwindigkeit, 13,4 Sekunden für den Spurt von null auf Tempo 100 – ein Dynamiker ist der allradgetriebene Swift ganz sicher nicht. 5,5 Liter gibt Suzuki als Durchschnittsverbrauch für den Swift 4×4 an, das ist ein halber Liter mehr als beim Fronttriebler. Immerhin verspricht uns Unternehmenssprecher Axel Seegers, dass sich der Wert auch problemlos in die Realität umsetzen lasse.
Kaum Unterschiede zum Fronttriebler
Optisch unterscheidet sich der Swift 4x4 kaum von seinen Geschwistern ohne Allradantrieb. Die Karosserie liegt aufgrund des etwas größeren Federwegs 25 Millimeter höher. Dazu gibt es einen 4×4-Schriftzug am Heck. Dass dem ohnehin nicht üppigen Gepäckabteil ein weiteres Literchen abgeknapst wird und nun lediglich 210 Liter hineinpassen, ist zu verschmerzen. Unangenehmer ist der Zugang zum Kofferraum: Dieser ist nur über eine hohe Kante zu beladen, lässt lediglich Platz für kleines Gepäck und ist selbst bei umgelegten Rücksitzlehnen nicht ideal nutzbar, weil dann eine mächtigen Stufe verbleibt.
GĂĽnstig, aber gut ausgestattet
Für den ausschließlich als Fünftürer und nur in der mittleren Ausstattungslinie "Club" erhältlichen Swift 1.2 4×4 verlangt Suzuki 14.490 Euro. Damit zählt er zu den günstigsten Allradautos überhaupt. Lediglich den Lada Niva, den Fiat Panda, den Dacia Duster und den Daihatsu Sirion gibt es mit vier angetriebenen Rädern hierzulande preiswerter. Dafür wartet der Swift 4×4 mit einer umfangreichen Serienausstattung auf. Immer mit an Bord sind eine Klimaanlage, vier elektrische Fensterheber, ein CD-Radio mit MP3-Funktion, Lenkradtasten und USB-Anschluss sowie elektrisch einstellbare Außenspiegel. Weitere Wahlmöglichkeiten haben die Kunden so gut wie nicht. Lediglich eine Metallic-Lackierung (380 Euro) kann zusätzlich geordert werden. Die ohnehin nur 900 Euro Aufpreis der 4×4-Version gegenüber dem frontgetriebenen Swift "Club" werden durch Scheibenbremsen hinten und eine Sitzheizung vorne sogar noch ein bisschen relativiert.