Mit dem Audi A4 allroad quattro ins Manöver

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Um einen Eindruck von den Offroad-Qualitäten zu bekommen, fahre ich auf ein Bundeswehr-Gelände in der Nähe von Ingolstadt. Das Wetter ist schlecht, es nieselt. Die Wege sind hügelig und schlammig, aufs Aussteigen habe ich hier partout keine Lust. Ich bedaure ein wenig unseren Fotografen, der bis zu den Knöcheln im Matsch steht, und wünsche ihm gutes Gelingen. Dann drücke ich auf die "ESP off"-Taste. Das aktiviert einen neuen, speziellen Modus, die sogenannte Offroad Detection (ORD). Die Elektronik erkennt die Beschaffenheit des Untergrundes automatisch und passt das System darauf an. So wird beispielsweise beim Gasgeben mehr Schlupf toleriert, was beim Anfahren auf schmierigem Grund hilft.

Das Loskommen wird natürlich auch vom Allradantrieb quattro unterstützt. Ein mechanisches Mittendifferenzial verteilt im Normalfall 60 Prozent der Kraft nach hinten. Drehen die Räder einer Achse frei, werden die Momente zu der Achse geleitet, die noch Grip hat. Wenn nur noch ein einzelnes Rad ohne Bodenkontakt rotiert, greift die elektronische Differenzialsperre ein.

Es schmerzt schon ein wenig, den in modischem Weiß lackierten Wagen zu besudeln, aber Audi hat ja auch weniger empfindliche Farbtöne im Angebot. Das Militärgelände hat es in sich: Es geht über Hügel, wobei manchmal ein Hinterrad in der Luft hängt, ich fahre über steile Schrägen, und der Wagen kraxelt souverän auf sandige Kuppen. Der Wagen schafft Hindernisse, die ich ihm gar nicht zugetraut hätte und pflügt durch Dreckpfützen, die man in dieser Tiefe selten auf herkömmlichen Wald-, Wiesen- und Feldwegen findet. Das Allradsystem und die Elektronik kümmern sich fast unbemerkt ums Vorankommen, nur manchmal ist ein Knarzen beim spontanen Bremseingriff zu hören.