Moto Morini Corsaro 1200 ZZ

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Im Cockpit kommt ein brandneues Fünf-Zoll-TFT-Display zum Einsatz. Die farbige Darstellung beinhaltet unter anderem einen runden Drehzahlmesser und eine groß dimensionierte Geschwindigkeitsanzeige. Auch die restlichen Informationen sind erfreulich gut ablesbar. Der kleine Windschild wurde aggressiver geformt und enthält ein kleines Tagfahrlicht. Die beiden kompakten Rundscheinwerfer sehen dem Vorgängermodell sehr ähnlich, erstrahlen jetzt jedoch im hellen LED-Glanz. Auch die Blinker wurden neu gestaltet.

Das Fahrwerk stammt nun vom italienischen Hersteller Mupo, der sich in den letzten Jahren einen guten Ruf erkämpft hat. Vorne arbeitet eine voll einstellbare Upside-down-Gabel mit 46 Millimeter Durchmesser und 135 Millimeter Federweg. Das hintere zentrale Federbein ist ebenfalls voll einstellbar und bietet den identischen Federweg. Nachlauf und Lenkkopfwinkel blieben unangetastet, ihre gute Handlichkeit dürfte die Corsaro damit wohl behalten.

Selbstverständlich kam zur Verzögerung eines PS-starken Motorrads aus Italia nur feinste Brembo-Ware in Frage. Im Gegensatz zur Vorgängerin trägt die zukünftige Corsaro am Vorderrad radial verschraubte Vierkolben-Monoblock-Bremszangen mit zwei 320-Millimeter-Bremsscheiben und hinten eine Zweikolben-Zange mit einzelner 220er-Scheibe. Die neu designten Leichtmetall-Felgen stehen vorne auf einem 120er-Reifen und hinten einem breiten 190er-Pneu (bisher war es ein 180er-Reifen). Der Vorderrad-Kotflügel wurde etwas luftiger geformt und der tiefliegende Kennzeichenhalter befindet sich nun an einem Ausleger, der an der Radnabe befestigt ist – anders hätten die gewaltigen Schalldämpfer keinen Platz unter dem Heck gefunden.

Moto Morini hat angekündigt, ein umfangreiches Zubehör-Sortimente beim Verkaufsstart nächstes Jahr anzubieten, unter anderem sollen passende Karbon-Teile und Komponenten von Rizoma erhältlich sein.

Moto Morini verzichtete darauf, die Corsaro von Grund auf neu zu bauen, um die Kosten in Grenzen zu halten. Neben dem Motorblock wurden auch der hübsche Gitterrohrrahmen, Wasser- und Ölkühler, der 18-Liter-Tank, das Heck samt zweigeteilter Sitzbank, die Schwinge, Fußrasten und die Gabelklemmen von der Vorgängerin übernommen. Entsprechend dürfte es bei einem Gewicht von vollgetankt 220 Kilogramm mehr oder weniger bleiben.

Welche Preise Moto Morini für die neue Corsaro 1200 ZZ verlangen wird, ist noch völlig offen. Die aktuellen happigen 18.500 Euro – die erste Corsaro 1200 gab es noch für 12.300 Euro – hatten die Begehrlichkeit der potenziellen Kunden drastisch abkühlen lassen. Bleibt also zu hoffen, dass Moto Morini so schlau ist, sich an der direkten Konkurrenz zu orientieren, die neue Ducati Monster 1200 mit 147 PS gibt es schon ab 14.190 Euro. Weit darüber sollte die Corsaro 1200 ZZ preislich nicht angesiedelt werden, sonst kann das endgültige Aus für Moto Morini doch noch drohen.