Peugeot 206+: Unterwegs mit einem alten Bekannten
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Kleiner Stürmer
Wir waren mit dem 75 PS starken Benziner unterwegs und angenehm überrascht. Derart motorisiert zieht der 206+ aus dem Stand spritzig weg. Des Rätsels Lösung ergibt sich aus dem Datenblatt: Dort ist ein Leergewicht von rund einer Tonne vermerkt. Es zahlt sich also aus, dass die technische Basis noch aus der Zeit vor dem automobilen Größenrausch stammt. Leider lässt das Aggregat es nicht gerade ruhig angehen und sprintet knurrig durch die Stadt. Dort ist das kurz übersetzte Fünfgang-Getriebe von Nutzen, doch auf längeren Fahrten stört das hohe Drehzahlniveau im fünften Gang. Die unpräzise und ausgeleiert wirkende Schaltung verleidet zudem den häufigen Griff zum Knüppel.
Punkten beim Preis
Die große Stunde des Peugeot 206+ schlägt bei den Kosten: Der Basispreis des Dreitürers mit 60 PS starkem Benziner beträgt 9950 Euro. Für 11.800 Euro steht ein Diesel mit 68 PS vor der Tür. Für unseren fünftürigen 206+ mit 75-PS-Benziner ruft Peugeot 11.200 Euro auf. Das klingt preiswert, aber man sollte genau nachrechnen: Ein ESP ist nämlich nur für den großen Benziner und den Selbstzünder erhältlich – gegen Aufpreis. Dabei muss zusätzlich zu den 460 Euro für den Schleuderschutz noch in eine Klimaanlage investiert werden. Hier empfiehlt sich das so genannte Komfort-Paket aus Klimaanlage und CD-Radio für 1250 Euro. Insgesamt liegt der 206+ dann bei 12.910 Euro. Zum Vergleich: Der fünftürige Einstiegs-207 mit 73 PS liegt ohne diese Extras bei 12.800 Euro.