Porsche Boxster S noch direkter
Seite 2: Porsche Boxster S noch direkter
Brems-Druck
Die Lenkung des Boxster S ist nach der Überarbeitung noch direkter, als sie es ohnehin schon war. Die Beschaffenheit des Asphalts, Schmutz, Blätter oder Wasser auf der Straße – fast alles lässt sich durch die Lenkung erfühlen. Darum scheut Porsche auch nach wie vor den Einbau elektrischen Lenkungen: Zurzeit bringen sie noch nicht ganz die ultimative Rückmeldung der über Jahrzehnte bewährten und sorgfältig austarierten hydraulischen Variante.
Die Bremsen packen so unerbittlich zu, wie wir es von einem Porsche gewohnt sind. Dennoch gibt es etwas Neues: Löst der Fahrer das Gaspedal ruckartig, geht die Verzögerungsapparatur von einer Notbrems-Situation aus und setzt die Bremszylinder vorsorglich unter Druck. Das kann die nötigen Zentimeter Überlebensraum bringen, wir wollten es nicht überprüfen.
Doppelgekuppelt
Die fünfgängige Tiptronic war zwar als Schaltwerkzeug nicht ernsthaft in der Kritik, trotzdem setzt jetzt auch Porsche auf Doppelkupplungsgetriebe namens PDK (Porsche Doppel-Kupplungsgetriebe). Das PDK mit sieben Gängen ist 15 kg leichter als die alte Automatik, hilft nicht unerheblich beim Spritsparen und lässt den Wagen in 5,2 Sekunden von null auf 100 km/h sprinten – mit Handschaltung dauert es eine zehntel Sekunde länger. Und irgendwie passt das ohne Zugkraftunterbrechung schaltende PDK auch gut zu der Marke, die es im Rennsport bereits einsetzte, als diese Technik in Pkw noch kein Thema war. Die Gangwechsel im Normalmodus passen auch im sportlichen Alltag, wer es noch eiliger hat, wählt den Sportmodus, in dem die Gänge bis hart an den roten Bereich ausgedreht werden. Das manuelle Sortieren der Gänge erfolgt alternativ über zwei Tasten am Lenkrad oder den Getriebewählhebel.