Probefahrt im Mercedes GLC Coupé
Wer mehr Variationsmöglichkeiten will, kann für reichlich zusätzliches Geld eine (wie wir wissen sehr gute) Luftfederung bestellen. Im kürzlich von uns bewegten GLC beließen wir das Fahrwerk meistens in „Comfort“, wer das GLC Coupé flott um gut asphaltierte Kurven treiben will oder muss, mag sich über die Alternative freuen.
Alter Diesel
Der Testwagen war mit dem hinlänglich bekannten Dieselmotor OM651 ausgestattet. Er dürfte der letzte neue Mercedes sein, der diesen Motor bekommt, schließlich ist der Nachfolger OM654 nicht nur fertig, sondern wird in der E-Klasse auch schon eingebaut. In die C-Klasse und ihre Derivate kommt die Maschine erst ab 2017 – da steht ein Facelift der C-Klasse an. Wie im SUV ist der Dieselmotor auch hier sehr leise, wobei einiges in die Dämmung investiert worden sein muss. Das wird klar, wenn man aus der alten C-Klasse (interner Code S204) direkt umsteigt, wo der gleiche Motor sehr viel deutlicher zu hören ist. Die OM651-Klangkulisse ist nichts, was in irgendeiner Form hörenswert wäre.
Die Fahrleistungen sind schon in dieser 204-PS-Version, die der Basis hinsichtlich der Leistung näher als den Topmodellen ist, mehr als ausreichend. Mercedes verspricht 7,6 Sekunden im Standardsprint. Viel wichtiger als diese Zahl ist aber, dass sich das Coupé damit souverän bewegen lässt. Der 170-PS-Diesel kostet nur 1300 Euro weniger, was für Mercedes-Verhältnisse geradezu als Einladung zum 204-PS-Diesel verstanden werden darf. Da das Coupé ohnehin aktionärsoptimiert kalkuliert wurde, wird dieser Aufpreis die Käufer vermutlich dann auch nicht ins Armenhaus bringen. Denn das Coupé kostet rund 5000 Euro mehr als ein normaler GLC, und schon der steht nicht im Verdacht, auf dem Grabbeltisch verhökert zu werden.
Deutlich flinker wird die schwere Fuhre mit 258 PS starken V6-Diesel des GLC 350d Coupé oder dem AMG-Modell des GLC 43 Coupé mit 367 PS. Reicht nicht? Eine weitere Verschärfung auf rund 500 PS ist in Vorbereitung. Der dürfte dann zumindest längsdynamisch kaum noch Wünsch offen lassen. Das wird locker reichen, um ihn global als „Sportler“ zu verkaufen.