Renoviertes Raumschiff: Honda Civic mit neuem Einstiegsmotor

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So gut sich die Umwelteigenschaften anhören, so wenig überzeugt allerdings die Performance des Civic 1.4. In der Praxis wirkt das Auto zwar nicht direkt schlapp, aber auch keineswegs aufregend. Das mag auch am Drehmoment liegen, das mit 127 Newtonmetern nicht gerade üppig ausfällt. Ottomotoren mit gleicher Leistung, aber mehr Hubraum bieten mehr: Der 100-PS-Focus bietet hier mit seinem 1,6-Liter-Motor 150 Newtonmeter, der gleich große 102-PS-Benziner im Golf 148 Newtonmeter. Dafür haben diese Motoren aber wie bereits erwähnt mehr Durst. Über seinen eher müden Charakter hinaus ist das Civic-Aggregat leider auch kein Ohrenschmaus: Besonders bei Drehzahlen um die 4000 Touren dröhnt es störend.

Serienmäßig wird der Motor wie der alte Basisantrieb mit Sechsgang-Schaltung ausgeliefert. Bei der Konkurrenz gibt es meist nur Fünfgang-Getriebe. Bei der Wahl des richtigen Gangs hilft im Civic neuerdings eine Schaltpunktempfehlung: Grüne Pfeile links neben dem Digitaltacho fordern zum Hoch- beziehungsweise Runterschalten auf. Im Vergleich etwa zum BMW 1er, wo das Pfeilchen meist erst erscheint, wenn man ohnehin selbst schon schalten will, ist der Civic etwas strenger und empfiehlt das Hochschalten schon früh.

Auf der anderen Seite des Tachos leuchten außerdem grüne Eco-Punkte, je ökonomischer die Fahrweise desto mehr. Geht man aufs Gas, verschwinden die Anzeigesymbole jeweils paarweise. Wer das Schalten lieber dem Auto überlässt, kann den Civic 1.4 wie bisher schon mit einem automatisierten Schaltgetriebe namens iShift bestellen, das überarbeitet worden ist. Auch damit kann man Sprit sparen, denn mit dem Sechsgang-Getriebe verbraucht der Civic nur 5,7 Liter auf 100 Kilometer – sprintet allerdings auch volle zwei Sekunden langsamer: Damit vergehen 15,0 statt 13,0 Sekunden bis Tempo 100.