Schlamm drĂĽber: Lada Niva gegen Suzuki Jimny

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Den Lada Niva gibt es ab 10.990 Euro. Schiebedach und Sitzheizung sind die einzigen Komfortextras. Alles Weitere ist für das Gelände oder die Jagd bestimmt. So kann sich der eifrige Jäger Zusatz-Fernscheinwerfer, einen praktischen Gewehrhalter oder eine extra große Blutwanne ins Auto bauen lassen. Der Jimny kann solch mordsmäßige Extras nicht vorweisen, dafür aber eine Menge Mehrwert, er kostet mindestens 14.600 Euro. Soll das neue Gefährt auch noch Klimaanlage und CD-Radio haben, muss man 800 Euro mehr auf den Tisch legen.

Im Gelände spielen beide Fahrzeuge ihre Stärken aus. Allradantrieb mit Untersetzung ist serienmäßig dabei. Beim Jimny wird die Unterstützung der Vorderachse oder die Gelände-Untersetzung per Knopf zugeschaltet – beim Niva gibt es zwei robuste, aber schwer zu bedienende Hebel. In den Verschränkungspassagen zeichnen sich beide Modelle durch eine sehr gute Achsverschränkung aus. Ein sperrbares Mitteldifferenzial hat jedoch nur der Niva zu bieten. Mit seiner Bodenfreiheit von 19 Zentimeter und zwei Starrachsen meistert schon der Jimny weit mehr Herausforderungen, als der Normalfahrer überhaupt finden kann. Beim Niva sind die Vorderräder einzeln aufgehängt, nur hinten gibt es eine Starrachse. Doch mit fünf Zentimeter mehr Bodenfreiheit und einer um 25 Zentimeter höheren Wattiefe lässt der Niva in Geröll und Schlamm den Jimny deutlich hinter sich.

Die erste Hürde, die genommen werden muss, um mit dem kompakten Russen in Fahrt zu kommen, ist übrigens die Wegfahrsperre – ein kleiner, Cent-großer Knopf mit rot blinkendem LED-Licht, der sich links hinter dem Lenkrad befindet. Kommt man mit dem am Schlüsselbund hängenden Endstück in dessen Nähe, signalisiert ein kurzes Pfeifen, dass die Fahrt losgehen kann. Damit es an der Bahnschranke nicht peinlich wird, sollten sich Niva-Neulinge gleich merken, dass die Fahrsperre sich nach 60 Sekunden automatisch einschaltet, wenn der Motor steht.