Schlamm drüber: Lada Niva gegen Suzuki Jimny
Rau oder laut
Der Niva wird von einem knapp 1,7 Liter großen Vierzylinder mit 81 PS angetrieben. Im Stand klingt die betagte Maschine erstaunlich ruhig. Werden aber die 81 Pferde losgelassen, bebt die Steppe. Die Euro-4-Maschine kommt dafür relativ flott in die Gänge und schafft 137 km/h Spitze, die freilich auf der Autobahn eine gewisse Unempfindlichkeit verlangen, ebenso wie das etwas eigenwillige Fahrverhalten. Das Auftreten diverser ungewöhnlicher Geräusche muss dabei keinen Anlass zur Sorge geben. Dennoch: Am gemütlichsten fährt es sich mit Landstraßentempo, der Niva scheint höhere Geschwindigkeiten nicht sehr zu mögen.
Über 100 km/h wirkt der Suzuki erheblich stabiler als der Niva, sodass zumindest in dieser Hinsicht nichts dagegen spricht, die Spitze von 140 km/h zu nutzen. Den Jimny treibt ein 1,3 Liter großer Vierzylinder mit immerhin 86 PS voran. Allerdings orgelt der Motor bei ihrer Nutzung lautstark vor sich hin. Die Gänge, es überrascht nicht wirklich, lassen sich beim Jimny deutlich besser schalten als beim Niva.
Sieger im Gelände: Lada Niva
Der Lada Niva ist und bleibt im Grunde ein Spezialist: Am Ende des Tages in Langenaltheim zeigte er sich als klarer Offroad-Gewinner. Während der Russe ohne Murren durch jedes Geröll und Wasserloch fuhr, ging beim Suzuki die Kupplung bei jeder tieferen Schlammpfütze immer mehr in die Knie. Am Ende mussten wir den kleinen Japaner dem Abschleppwagen überlassen und waren froh, noch einen funktionstüchtigen Niva zu haben, der uns zu viert von Ingolstadt zurück nach München brachte. Beim Lada hatten wir zwar kurzzeitig den Luftfilter lahmgelegt, doch daran waren wir selbst schuld, wir wollten einfach zu tief waten.