Toyota Avensis Combi im neuen Gewand

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Für das Interieur verspricht Toyota neue Materialien und Bezugsstoffe. Doch einen sonderlich wertigen Eindruck hinterlässt das übersichtliche Cockpit nicht. Die Kunststoffverkleidungen wirken trotz Metalloptik billig, die Digitalanzeigen der Klimaautomatik erinnern an Taschenrechner aus den 1980ern – sind andererseits funktional ok. Ansprechender und zudem gut bedienbar ist das neue Infotainmentsystem mit 6,1 Zoll großem Touchscreen. Für günstige 550 Euro kann es zum Navigationssystem ausgebaut werden. In Verbindung mit einem bluetooth-fähigen Mobiltelefon lassen sich über das System SMS versenden und empfangen. Zudem ist der Zugriff auf die Online-Suchfunktion "Google Local Search" möglich.

Für den Avensis sind zwei Benziner und drei Diesel in einem Leistungsspektrum zwischen 124 und 177 PS im Programm, ein Start-Stopp-System sucht man aber vergeblich. Sicherlich nichts falsch macht, wer zum 150 PS starken 2,2-Liter-Turbodiesel greift. Er arbeitet solide, laufruhig und sorgt für passablen Vortrieb. Der aufgeladene Vierzylinder-Motor mit Direkteinspritzung beschleunigt den Avensis Combi sehr gleichmäßig und in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 210 km/h erreicht. Dank gelungener Dämmung dringen nun weniger Motorgeräusche in den Innenraum, wo es selbst bei hoher Geschwindigkeit nicht zu laut wird. Die sechs Gänge des Schaltgetriebes lassen sich leichtgängig und präzise einlegen. Alternativ steht eine Sechsstufen-Automatik zur Verfügung. Mit einem Normverbrauch von 5,6 Liter gehört der manuell geschaltete Avensis Combi 2.2 D-4D jedoch nicht zu den Sparsamsten seiner Klasse.

Alle Avensis-Versionen verfügen jetzt über eine elektrische Feststellbremse, die sich in Verbindung mit dem Sechsgang-Getriebe beim Anfahren automatisch löst. Neu ist die automatische Aktivierung der Bremse, wenn der Fahrer die Zündung ausschaltet. Das Fahrwerk des Avensis wurde "zugunsten von Komfort und Stabilität" überarbeitet, wie Toyota sagt. So sind die hinteren Stoßdämpfer neu abgestimmt worden. In der Praxis ist davon nicht allzu viel zu merken. Man reist zwar bequem, solange die Straßen tadellos sind. Doch jede Unebenheit, jeder Kanaldeckel und jede Querfuge ist deutlich zu spüren. Die elektrische Servolenkung ist direkter als bisher ausgelegt und bietet genügend Rückmeldung.