Toyota RAV4: Facelift nach nur einem Jahr
Einige Schwächen bleiben
Wir konnten bereits eine kurze Probefahrt mit dem RAV4 2.0 Valvematic machen: Einen positiven Eindruck macht der laufruhige 158-PS-Motor, der gemeinsam mit der CVT-Automatik eine ordentliche Figur abgibt. Obwohl das etwas träge agierende Getriebe etwas anderes vermittelt, geht es flott voran, nach genau elf Sekunden wird Tempo 100 erreicht. Weitere Pluspunkte sind die direkte Lenkung, das Platzangebot hinten, ein guter Federungskomfort und die Sicht nach vorne dank der konturierten Haube. Doch es gibt auch Schattenseiten: Die Kunststoffe im Innenraum wirken nicht sehr hochwertig. Das Lenkrad und die Instrumente stehen stets zu niedrig, was bei großen Menschen die Beinfreiheit einschränkt. Die Displays in den Instrumenten und der Mittelkonsole sind nur schwer ablesbar, die Hecktür öffnet unpraktisch zur rechten Seite hin. Für einen Nachfolger bleibt Toyota also noch Potenzial.
Preisfrage
Die Preise beginnen bei 23.800 Euro für den Zweiliter-Benziner mit Frontantrieb, was 600 Euro mehr als bislang bedeutet. Inklusive sind hier bereits eine elektrische Berganfahrkontrolle, ein CD-Radio, elektrische Fensterheber rundum und eine manuelle Klimaanlage. Allrad- und Automatikfreunde müssen hingegen zur mittleren Ausstattung "Life" greifen, die mindestens 26.250 Euro kostet. Serienmäßig sind dann zusätzlich Licht- und Regensensor, CD-Wechsler, Tempomat und Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Wo steht der RAV4 preislich in seinem Segment? Deutlich teurer ist mit 26.050 Euro der 150 PS starke VW Tiguan 1.4 TSI BlueMotion Technology Trend & Fun, Hyundai verlangt für den frontgetriebenen ix35 2.0 mit 163 PS nur 20.990 Euro.
(imp)