Toyota Urban Cruiser: Probefahrt im City-Dschungel

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Während der Benziner beim Urban Cruiser immer mit reinem Frontantrieb gekoppelt ist, werden beim Diesel die Momente an alle vier Räder geleitet. Toyota erachtet den Allradantrieb auch bei einem Stadtfahrzeug aus Sicherheitsgründen als sinnvoll und zeigt zeigt den Autotestern als Beleg eine Animation, wie ein Urban Cruiser in einer Kurve durch eine Pfütze fährt. Soviel scheint sicher: Mit dem Diesel-4×4, der erst ab einem Einstiegspreis von knapp 23.000 Euro zu haben ist, soll erstmal Kasse gemacht werden – später wird es auch den Selbstzünder mit Frontantrieb geben. Unser Benziner mit Vorderradantrieb, der paradoxerweise mit 16 Zentimetern eine um 2,0 Zentimeter höhere Bodenfreiheit hat als das allradgetriebene Diesel-Modell, fährt jedenfalls ohne Probleme auch durch nasse Stadt-Kurven. Die Lenkung verhält sich leichtgängig und präzise, das Fahrwerk neigt ein wenig zum Hoppeln. Wenn man das Bremspedal antippt, geht ein Ruck durch den Wagen: Hier wird gewöhnungsbedürftig giftig zugebissen.

Den Urban Cruiser gibt es nur mit einem 90-PS-Diesel oder einem 101-PS-Benziner. Stärkere Motorisierungen sind vorerst nicht geplant. Den 1,3-Liter-Benziner kennen wir bereits aus dem Yaris, der mit seinen 1115 kg Gesamtgewicht bis zu 40 kg leichter ist als die Varianten des Urban-Cruiser. Im Mini-SUV reicht das Aggregat, um den Wagen in 12,5 Sekunden auf 100 km/h zu bringen, die Spitzengeschwindigkeit ist bei 175 km/h erreicht. Fürs normale Herumfahren in der Stadt passt das, wird aber mal ein kurzer Zwischenspurt gebraucht, entfaltet der Benziner seine Leistung eher zäh. Die 132 Newtonmeter maximales Drehmoment bei 3800 U/min können mit den 205 Newtonmetern bei bereits 1800 U/min des Diesels nicht mithalten. Der Selbstzünder wirkt spritzig, der Fremdzünder ein bisschen überfordert. Das Beschleunigen auf der Autobahn zieht sich, während die Geräusche der Maschine und des Fahrtwindes ansteigen.

Laut Werksangabe verbraucht der Urban Cruiser als Benziner im Schnitt 5,5 Liter Sprit pro 100 Kilometer entsprechend 129 Gramm CO2 pro Kilometer. Beim Spritsparen hilft die Schaltempfehlungsanzeige. Überraschungen hält die Shift-Anzeige nicht bereit: Früh hoch- und spät runterschalten ist die Devise. Genauso wie die Schaltanzeige gehört auch ein Start-Stopp-System zum Serienumfang des Urban Cruiser – allerdings nur beim Benzin-Modell. Für den Diesel ist Start-Stopp nicht verfügbar. Die Neuheit des Toyota-Systems: Der Anlasser ist direkt mit der Schwungscheibe verbunden – eine Neuerung, die tatsächlich zu einem sehr leisen und unmittelbaren Motorstart führt. Durchschnittlich soll die Start-Stopp-Automatik für eine Spritersparnis von 0,5 Liter pro 100 Kilometer gut sein.