Toyota Verso-S: Neuer Minivan mit viel Platz
Viel Platz im Kofferraum
In den Kofferraum passen 430 bis 1388 Liter. Das ist ordentlich. Ein VW Golf, der etwa 20 Zentimeter länger ist, bietet nur 350 bis 1305 Liter. Beim ebenfalls größeren Opel Meriva lauten die Zahlen 400 bis 1500 Liter. Für die Außenlänge von knapp vier Meter ist das Ladevolumen unseres Testwagens also mehr als nur akzeptabel. Auch im Fond sitzt man sehr gut: Knie- und Kopfraum reichen für Erwachsene aus.
Einige Schwächen innen
Im Cockpit stört auf der Beifahrerseite eine Kante am Handschuhfach, gegen die man mit dem Schienbein stößt, wenn man den Sitz nach vorne rückt. Die Sitze bieten vor allem an den Oberschenkeln kaum Seitenhalt. Die Materialien sind für diese Klasse hochwertig, allerdings wirkt das Armaturenbrett etwas zusammengeschustert. So gibt es Fugen an vielen Stellen, wo eigentlich keine hingehören, zum Beispiel zwischen der Instrumentenhutze und dem flachen Teil des Armaturenbretts rechts daneben. Der Übergang zwischen Armaturenbrett und A-Säule auf der Beifahrerseite ist unharmonisch, dort gibt es scharfe Ecken und Kanten. Ebenfalls ärgerlich: Im Fond gibt es keinen Haken für ein Jackett.
Nur zwei Motoren im Angebot
Der Verso-S wird nur mit einem Ottomotor und einen Diesel angeboten. Den aus anderen Toyota-Modellen bekannten 1,33-Liter-Benziner mit 99 PS fuhren wir in Kombination mit der CVT-Automatik „Multidrive-S“. Dabei handelt es sich um ein stufenloses Getriebe, bei dem sieben Gängen simuliert werden. Wer will, kann die Simulationsgänge am Wahlhebel oder sogar per Schaltwippen am Lenkrad selbst einlegen – diese sind Serie bei der CVT-Version. Das Getriebe hat die typische Eigenart solcher CVTs: Das Auto wird beim Beschleunigen kontinuierlich lauter und gleichzeitig wird der Ton immer höher. Hat man das Endtempo erreicht, wird es schlagartig wieder leiser. Akustisch angenehm wird der Verso-S in der gefahrenen Konfiguration aber selbst dann nicht. Und auch nicht richtig flott: Die Höchstgeschwindigkeit beschränkt sich auf 165 km/h und für den Standardsprint lässt sich das Auto 13,7 Sekunden Zeit. Beim Spritverbrauch brilliert der kleine Van aber wieder: Toyota verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 5,2 l/100 km. Ein Opel Meriva 1.4 mit 100 PS und dem ausschließlich angebotenen Schaltgetriebe braucht schon 6,1 l/100 km, und das bei ähnlichen Fahrleistungen.