Unterwegs im Nissan Qashqai 1.6 dCi 2WD
Gehobener Motorenbau
Bei der Entwicklung des neuen 1.6 dCi stand ein niedriger Verbrauch im Vordergrund. Zu den Spritsparmaßnahmen zählt ein "quadratisches" Verhältnis von Zylinderbohrung und Kolbenhub. Der dadurch ermöglichte größere Ventildurchmesser soll eine bessere Füllung des Brennraums ermöglichen. Durch eine variable Drallsteuerung wird die in den Brennraum geleitete Luft in eine Rotationsbewegung versetzt, was für eine homogenere Gemischbildung sorgt. Weitere Maßnahmen sind eine variable Ölpumpe, Bordnetzrekuperation und ein überarbeitetes Thermo-Management, das den Motor schneller auf Betriebstemperatur bringt. Der Verbrauch wird auch durch eine neue Start-Stopp-System gesenkt. Nissan gibt den Normverbrauch der neuen Variante mit 4,5 Liter pro 100 Kilometer an. Wir brauchten auf unserer Testrunde laut Bordcomputer jedoch durchschnittlich 6,7 Liter. Dabei muss man berücksichtigen, dass das Start-Stopp-System erst bei Qashqais lieferbar ist, die ab Januar 2012 vom Band laufen. Als Grund dafür nennt der japamnische Hersteller Lieferverzögerungen bei elektronischen Komponenten infolge der Natur- und Reaktorkatastrophe vom Frühjahr.
Nur als Handschalter
Eingedenk der Cruiserqualitäten des Qashqai 1.6 dCi würde ihm auch ein Automatikgetriebe gut zu Gesicht stehen. Das behält Nissan aber dem 2.0 dCi vor, den es jetzt ausschließlich mit Automatik und in Kombination mit einem Vierradantrieb gibt. Der 1.6 dCi ist nur mit einer Sechsgang-Schaltung zu haben. Die hat uns aufgrund der kurzen und flüssigen Schaltwege gut gefallen. Ein Automatikgetriebe für den kleineren Diesel ist laut Nissan nicht geplant. Dafür kann der Kunde beim kleinen Selbstzünder zwischen Front- und Allradantrieb wählen. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt. Die Lenkung ist leichtgängig und die Federung für unseren Geschmack angenehm weich.