Unterwegs im Skoda Fabia GreenLine

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Unter der Haube des grünen Fabia arbeitet, wie bereits erwähnt, ein Dreizylinder-Diesel mit 80 PS aus 1422 Kubikzentimetern Hubraum. Das Aggregat bedient sich des Pumpe-Düse-Einspritzsystems. Gegenüber modernen Common-Rail-Dieseln lässt die Laufkultur dieses Systems allerdings deutlich zu wünschen übrig, weswegen im VW-Konzern die Pumpe-Düse-Aggregate schrittweise durch Common-Rail-Diesel ersetzt werden. Doch der Spar-Tscheche muss mit demangejahrten Aggregat vorlieb nehmen – entsprechend nagelt er nach dem Anlassen und beim Beschleunigen merklich vernehmbar. Bei höheren Geschwindigkeiten zeigt sich jedoch, dass die Skoda-Ingenieure den Motor gut gedämmt haben und sich das Arbeitsgeräusch im Hintergrund hält.

Schon bald wird deutlich, dass der Fabia GreenLine kein Fall für sportliche Fahrer ist. Das liegt zum einen daran, dass das maximale Drehmoment von 195 Newtonmetern erst bei relativ hohen 2200 Umdrehungen anliegt, zum anderen am lang übersetzten Getriebe. Im Vergleich mit dem normalen 80-PS-TDI-Fabia sind zwar die ersten beiden Gänge identisch übersetzt, die Schaltstufen drei bis fünf hingegen um einiges länger. Und so fährt er sich denn auch: Während im ersten und zweiten Gang ein guter Durchzug vorhanden ist, liegen bei 80 km/h im fünften Gang gerade einmal 1500 Umdrehungen an. Doch unter 2000 Touren vollzieht sich die Beschleunigung nur zäh, zudem nervt der brummige Klang des Motors. Extrem untertouriges Dahingleiten quittiert das Aggregat mit Ruckelgeräuschen. Der GreenLine-Pilot muss daher beim Griff zur etwas tief positionierten, aber leichtgängigen Schaltung umdenken. Kein schnelles Durchziehen der Gänge, sondern das Ausfahren der Schaltstufen bis in den Bereich zwischen 2200 und 2500 Umdrehungen ist angesagt.

Getriebeübersetzungen hin oder her, die Schlüsselrolle beim Spritsparen hat der Gasfuß des Fahrers. Durch gezielte Beschleunigung und vorausschauendes Fahren lassen sich die einen oder anderen Zehntelliter Kraftstoff einsparen. Wünschenswert fänden wir allerdings eine Verbrauchsanzeige im Cockpit, welche Bleifuß-Fahrer disziplinieren könnte. Auch gibt es weder Schaltempfehlungen im Display oder eine Start-Stopp-Automatik. Zur Verteidigung des Skoda sei allerdings gesagt, dass er in einer preissensiblen Klasse antritt. Die Kernfrage ist allerdings, ob der Fabia GreenLine wirklich mit 4,1 l Diesel pro 100 km auskommt, wie es der Hersteller verspricht.