Volkswagen baut Mini-Kraftwerke für Energieversorger Lichtblick
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Auto ohne Räder
Der 2,0-Liter-Motor mit der Bezeichnung ecoBlue ist auf CNG ausgelegt und tut ansonsten im Caddy und Touran Ecofuel seinen Dienst. Er treibt einen Asynchrongenerator an, Ergebnis sind wie gesagt 20 kW elektrisch und 36 kW thermisch. Den Wirkungsgrad des Kraftwerks gibt VW mit 94 Prozent an, den Schalldruck mit 50 dB (a) – das sei nicht mehr als bei anderen Aggregaten, die man im Keller stehen hat. Vorgesehen ist eine Betriebsdauer von 1500 bis 3000 Stunden im Jahr, die Lebensdauer des Motors beträgt etwa 30.000 Betriebsstunden.
Bei der Präsentation sprach Rudolf Krebs wie gesagt humorig von einem „Auto ohne Räder“. Tatsächlich ist vieles vorhanden, was man sonst auch im Auto kennt. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Abwärme in Kühlwasser und Abgasanlage für die Heizung oder Warmwasser benutzt werden kann. Während normalerweise ein Ottomotor kaum mehr als 30 Prozent erreicht und die Wärme bisher nur für die Heizung verwendet wird, zeigt er sich in der Anwendung Kraft-Wärme-Kopplung von seiner besten Seite.
Doppelter Nutzen
Ob Lichtblick das Konzept zu einem Erfolg machen kann, muss man abwarten. Immerhin macht das Unternehmen Abnehmern des Kraftwerks ein preislich interessantes Angebot. Für VW sind die Risiken wohl gering, der Nutzen aber offensichtlich. Das Werk Salzgitter erhält zusätzliche Aufträge für Motoren, die in fast identischer Bauart auch in Autos eingesetzt werden – von zusätzlich 160 Arbeitsplätzen ist die Rede. Und wenn die Idee funktioniert, wird der Autobauer zu einem wichtigen „Player“ bei den Energieversorgern. Das würde dem Geschäft mit Elektroautos ebenso dienen wie der Wertschöpfung im klassischen Motorenbau.
So erläutert Lichtblick das Konzept des Schwarmstroms:
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(ggo)