Vorstellung: VW Passat Facelift 2019
Die vielen, verbesserten Details sind einerseits Feinschliff. Andererseits erhöht genau der den Komfort und die Sicherheit. Vielfahrer, die reichlich Kilometer im Jahr abreißen, wissen das zu schätzen. Was das alles kostet, sagt Volkswagen noch nicht. Bestellungen werden wahrscheinlich ab April angenommen.
Digitale Dienste Volkswagen „We“
Mit dem Update des Passat B8 führt Volkswagen auch die Dachmarke „We“ für digitale Dienste ein. Die dritte Generation des Modularen Infotainmentbaukastens (MIB3) im Passat ist dank eigener SIM-Card „always on“. Hieraus ergeben sich bekannte Grundfunktionen wie Web-Radios oder Echtzeitnavigation. Unter „We“ fasst Volkswagen zusätzliche Services zusammen. Vom bargeldlosen Parken („We Park“) übers Fuhrparkmanagement („We Connect Fleet“) bis zum Ersatz des Schlüssels durch das Smartphone ist alles dabei.
Die mit dem Passat B5 eingeführten Bezeichnungen Trendline, Comfortline und Highline verschwinden. Das Basismodell bekommt künftig keine zusätzliche Signatur, die teureren Linien heißen ab sofort „Business“ und „Elegance“. Vielleicht ringt sich Volkswagen im Rahmen dieser Maßnahme dazu durch, die im Vergleich zu vielen Konkurrenten arg dürftige Serienausstattung etwas aufzubessern. Rechnen sollte man damit realistischerweise eher nicht: 70.007 Passat wurde in Deutschland 2018 erstmals zugelassen, größere Zugeständnisse sind vom Bestseller in der Klasse nicht zu erwarten.
Der Letzte aus Emden?
Der Passat, den die Volkswagen-Mitarbeiter im Gespräch als B8.2 bezeichnen, dürfte der letzte seiner Art aus Ostfriesland sein. Die Produktion des Nachfolgers wird mutmaßlich zusammen mit dem kommenden Skoda Superb erfolgen. Das Traditionswerk in Emden, wo der Passat seit 1977 vom Band läuft, bekommt dann eine neue Aufgabe. Es gibt Spekulationen, nach denen sich wegen der räumlichen Nähe zur Stromversorgung aus Offshore-Windkraftanlagen der Bau eines Elektroautos anbietet.
Bis es soweit ist, verkörpert der Volkswagen Passat besonders als Variant ein Old School-Konzept im besten Sinn: Er ist praktisch und hat viel Platz, er ist relativ flach und eignet sich darum für weite Touren bei angemessenem Verbrauch. Die Dieselmotoren sind für Außendienstler mit engem Zeitbudget nach wie vor erste Wahl, und wer ein kleines Stück Zukunft haben will, wählt den steuerbegünstigten GTE mit Ladestecker. (mfz)