Zwei Turbos, vier Zylinder: Citroën C6 HDi 170 Biturbo im Test
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Nach Tacho bis zu 230 km/h schnell
Vor allem wer ruhiges und sanftes Dahingleiten liebt, wird sich an dem lang übersetzten Getriebe erfreuen. Niedertouriges Cruisen passt einfach am besten zur vornehm distinguierten Art des eleganten Franzosen. Im sechsten Gang ist man bei 2000 Touren 115 km/h schnell, bei 2500 U/min fährt der Wagen 140. Als beeindruckender Sprinter setzt sich der 2.2 HDi trotz der 170 PS und 370 Newtonmeter hingegen nicht Szene. Wer aus dem Stand auf Tempo 100 will, sollte hierfür mindestens 10,3 Sekunden einplanen. Im letzten Gang braucht man zudem reichlich Anlauf, um die 200-km/h-Marke zu passieren. Geht es hingegen bergab, ist deutlich mehr Tempo drin: Laut Tacho nagelten wir im großen Citroën bisweilen mit mehr als 230 Sachen über die Autobahn. Die offizielle Höchstgeschwindigkeit liegt bei 217 km/h.
Gezügelter Durst
Ein wesentlicher Vorteil des Vierzylinder-Diesels ist seine relative Sparsamkeit. So genehmigt sich der große V6-HDi in Kombination mit dem erwähnten Automatikgetriebe in der Praxis mehr als zehn Liter. Der HDi 170 zeigte sich in unserem Test mit etwa 8,5 Litern deutlich genügsamer. Citroën gibt den Durchschnittsverbrauch übrigens mit 6,6 Litern an. Ebenfalls auf relativ niedrigem Niveau sind die CO2-Emissionen mit 175 Gramm pro Kilometer. Letztlich ist der Basis-C6 zwar kein herausragendes Sparmobil, aber schließlich müssen 1,9 Tonnen in Schwung gebracht werden.
Peugeot 607 mit gleichem Motor deutlich schneller
Interessant ist der Vergleich mit dem Peugeot 607 HDi FAP 170 Bi-Turbo. Dieses Schwestermodell aus dem gemeinsamen PSA-Konzern braucht mit dem gleichen Motor für den 100-km/h-Sprint nur 9,3 Sekunden, der Vortrieb endet erst bei 224 km/h. Trotz besserer Fahrleistungen ist der Verbrauch etwas niedriger als beim identisch motorisierten C6. Der Vergleich mit Referenzmodellen deutscher Platzhirsche gestaltet sich hingegen etwas schwieriger. So ist der C6 kein Oberklasse-Modell wie der BMW 7er. So richtig passend ist der Vergleich mit dem 5er allerdings auch nicht. So fährt der etwa gleich starke BMW 520d zwar deutlich schneller und sparsamer. Doch muss der kleinere Münchener auch 300 Kilo weniger bewegen als der Franzose. Ähnlich verhält es sich mit dem E 220 CDI von Mercedes. Auch hier sind die Fahrleistungen wesentlich besser, sein Gewicht aber auch deutlich niedriger.
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