Zwerg-Koreaner: Atos-Nachfolger Hyundai i10 im Test

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Der 1,1-Liter-Benziner mit 67 PS aus vier Zylindern mit jeweils drei Ventilen ist eine ordentliche Motorisierung für den rund eine Tonne schweren i10. Zwar dauert der Spurt auf Tempo 100 ganze 15,6 Sekunden, doch die Konkurrenz ist auch nicht viel schneller: Der entsprechende Aygo braucht 14,2 Sekunden, der Agila 14,7 und der Panda 15,0 Sekunden. Nur der leichte Daihatsu Cuore ist mit 11,1 Sekunden deutlich flinker. Unserer Erfahrung nach bestimmt allerdings vor das Drehmoment den Fahrspaß. Und hier bietet der Hyundai mit immerhin 98 Newtonmeter im Konkurrenzvergleich einen guten Wert. Außerdem liegt dieser Maximalwert bereits bei 2800 U/min an. So wirkt der Vierzylinder-Dreiventiler im i10 beileibe nicht schlapp. Auch das Geräuschniveau geht für diese Klasse in Ordnung. Das serienmäßige Fünfgang-Getriebe lässt sich ebenfalls gut schalten. Den Verbrauch gibt Hyundai mit 5,0 Liter auf 100 Kilometer an. Dieser Wert liegt im Konkurrenzvergleich in der Mitte. Auch hier schneidet der Cuore mit 4,4 Liter besser ab. Zudem gilt der Wert von 5,0 Liter nur für die Basisversion mit 155er-Reifen. Die höheren Versionen mit 165er- oder 175er-Reifen benötigen laut Hersteller schon 5,2 Liter.

Insgesamt hat uns der Motor dennoch gut gefallen. Das Bild trübt sich aber beim Fahrwerk. Gerade bei Autobahntempo – der 67-PS-Benziner schafft maximal 151 km/h – lassen Lenkbewegungen den kleinen Flitzer schnell ins Schlingern kommen. Das schwammige Verhalten des i10 ließ uns mitunter die Haare zu Berge stehen. Auch in scharf gefahrenen Kurven legt sich der kleine Hyundai stark nach außen. Das Komfortniveau bei Bodenunebenheiten ist für die Klasse noch in Ordnung.