Zwerg-Koreaner: Atos-Nachfolger Hyundai i10 im Test

Seite 3: Zwerg-Koreaner: Atos-Nachfolger Hyundai i10 im Test

Inhaltsverzeichnis

Das wenig Vertrauen erweckende Fahrwerk macht den Umgang mit dem i10 nicht eben sicherer. Dazu passt die schlechte Sicherheitsausstattung. Dass ESP in dieser günstigen Klasse nicht ohne Mehrpreis zu haben ist, müssen wir zwar hinnehmen. Doch beim i10 ist es ausschließlich für den Diesel verfügbar, der Benziner muss ohne es auskommen. Außerdem sind statt der klassentypischen vier Airbags hier nur zwei Luftsäcke an Bord. Nach internen Tests soll der i10 im EuroNCAP-Crashtest dennoch vier von fünf Sternen erreichen – die im A-Segment übliche Note, auch wenn etwa der Fiat 500 fünf Sterne erreicht.

Im Innenraum enttäuscht der i10 ebenfalls. In der Basisausstattung Classic E sind Armaturenbrett und Instrumente in tristem Schwarz-Grau gehalten. Dabei wird auch noch fast ausschließlich Hartplastik verwendet, das sich am Armaturenbrett, an den Türverkleidungen und in der Konsole zwischen den Sitzen findet. Ein Lichtblick im Cockpit ist allein das serienmäßige CD-Radio mit Aux-Eingang für den MP3-Player. Zur Serienausstattung gehört außerdem eine Zentralverriegelung ohne Fernbedienung. Bei regnerischem Wetter dürfte man die fehlende Intervallschaltung des Scheibenwischers bald vermissen. Am traurigen Bild des Innenraums ändert sich in der nächsthöheren Version Classic gar nichts. Der einzige Unterschied ist, dass man hier 14-Zöller statt 13-Zoll-Räder bekommt. Der Aufpreis mit 100 Euro gering, doch eine eigene Ausstattungslinie rechtfertigt der kleine Unterschied eigentlich nicht.