Rasante Datenfunker
Seite 5: LG HB620T und LG KS20
LG HB620T
Das breite, aber angenehm flache TV-Handy HB620T nimmt man gerne in die Hand. Typisch für Klapphandys ist die gut bedienbare Tastatur. Das kleine QVGA-Display hat LG waagerecht eingebaut – passend für den Fernsehbetrieb. Im Sonnenlicht spiegelt es etwas, bleibt aber lesbar. Der microSD-Slot liegt unpraktisch unter dem Akku, das Handy erkennt maximal 4-GByte-Medien.
Für ein Multimedia-Handy bietet das HB620T durchdachte Organizerfunktionen mit umfangreichem Adressbuch und Abgleich mit SyncML-Servern. Der Musikplayer stellt zum Klangregeln nur Presets bereit, das Headset mit proprietärem Stecker liefert einen flachen, bassarmen Klang. Zum TV-Empfang zieht man die kleine Teleskopantenne aus. Der flinke Sendersuchlauf scannt nur UHF-Frequenzen, manche Sender bleiben so außen vor. Als Mini-Fernseher überzeugt das Handy mit sehr scharfem Bild und einem elektronischen Programmführer (EPG). Im TV-Betrieb hielt der Akku 140 Minuten durch [2].
Die Fixfokus-Kamera liefert etwas unscharfe Fotos mit mäßigem Bildrauschen und kräftigen Farben und ist für Schnappschüsse ohne hohen Qualitätsanspruch ganz brauchbar. Die Videoclips weisen einige Bewegungsartefakte auf, ruckeln wenig und eignen sich gut zum Versand als Video-MMS.</p><p>Der integrierte Browser ist vergleichsweise gut zu bedienen, produzierte aber Fehler bei der Darstellung der Seiten. Als eines der drei 7,2-MBit/s-HSDPA-Handys lieferte das HB620T gute Durchsätze im Test, konnte aber mit den Samsung-Modellen nicht ganz mithalten.
LG KS20
Mit einem Gewicht von nur 97 Gramm gehört das KS20 zu den leichtesten Funk-PDAs mit Windows-Mobile-Betriebssystem. Kunststoffgehäuse und Display verkratzen leicht. Abgesehen vom im Sonnenlicht schlecht lesbaren 2,8-Zoll-Touchscreen bedient man das KS20 mit einem kleinen Joystick und einigen Funktionstasten. Der gut zugängliche microSD-Slot an der Seite erkennt – nicht mehr zeitgemäß – maximal 2-GByte-Medien.
LG hat Windows Mobile 6 Professional um eigene Menüs erweitert, die alle wichtigen Funktionen bereitstellen und auch gut mit dem Finger nutzbar sind. Aber nach dem Aufruf etwa der Kontakte muss man trotzdem zum Stift greifen. Zu den umfangreichen, aber teils verwirrenden Organizerfunktionen von Windows Mobile gesellen sich praktische Zugaben wie Google Maps oder ein Skizzenblock. Zum Surfen steht nur der Internet Explorer bereit, als Funkmodem erreichte das KS20 im Test gute Durchsätze.
Das Stereo-Headset mit im Mikrofonteil integrierter 3,5-mm-Klinkenbuchse gibt Musik mit klaren Höhen und mäßigen Bässen wieder, eine Klangregelung fehlt. Umständlich: Nach Verbindung mit einem Bluetooth-Kopfhörer muss der Mediaplayer neu gestartet werden. Die Kamera braucht zum Scharfstellen und Auslösen rund zwei Sekunden, was für Schnappschüsse zu lange ist. Trotz Autofokus liefert sie unscharfe Bilder mit starkem Bildrauschen und heftig überstrahlten Weißflächen. Die kontrastreichen und kaum ruckelnden Videoclips eignen sich gut zum MMS-Versand.