Rasante Datenfunker

Seite 8: Samsung SGH-i780 und Samsung SGH-U900 Soul

Inhaltsverzeichnis

Mit einer kleinen, mit zwei Fingern gut bedienbaren Qwertz-Tastatur ohne Umlaute und Windows Mobile 6 Professional gehört das SGH-i780 in die Kategorie der Business-Smartphones. Der quadratische Touchscreen ist im Hellen schlecht lesbar, der Stylus für Erwachsenenhände zu kurz.

Alternativ bedient man das Gerät über die Finger-Maus: Die Oberfläche der zentralen OK-Taste funktioniert wie ein winziges Mauspad, über das sich ein Zeiger nach etwas Übung recht gut steuern lässt. Praktisch ist auch der mitgelieferte Zweitakku, den man in einer Box getrennt vom Telefon laden kann. Der microSD-Slot liegt gut erreichbar an der rechten Seite, 8-GByte-Medien werden erkannt.

Zu den Windows-Mobile-Anwendungen hat der Hersteller Zusatzprogramme wie ein FTP-Programm für den Zugriff auf entfernte Bluetooth-Verzeichnisse, einen Einheiten-Umrechner und den Opera-Browser hinzugefügt. Letzterer ist dem Internet Explorer deutlich überlegen. Als Funkmodem leistet das i780 mit akzeptablen Durchsätzen gute Dienste.

Zum gelegentlichen Musikhören ist der Klang des beiliegenden Headset ganz brauchbar, eigene Kopfhörer lassen sich nicht ohne Weiteres anschließen. Die Kopplung mit Bluetooth-Hörern klappt – anders als beim KS20 – auch ohne Neustart des Mediaplayers. Trotz einfacher Fixfokus-Kamera dauert es über eine Sekunde, bis ein Bild ausgelöst wird. Die unscharfen und extrem verrauschten Bilder taugen nur für anspruchslose Gelegenheitsaufnahmen. Videos ruckeln kräftig und zeigen deutliche Bewegungsartefakte.

Als einziges Samsung-Modell im Test bedient man das Schiebehandy SGH-U900 nicht über das im Sonnenlicht stark spiegelnde Hauptdisplay, sondern über ein Touchpad mit Minidisplay, das die jeweiligen von der Anwendung abhängigen Funktionen zeigt. Dabei ist der ständige Wechsel zwischen dem Pad, das nur berührt werden muss, und den daneben liegenden Tasten mit deutlichem Druckpunkt gewöhnungsbedürftig. Die breiten Wähltasten gefallen schon besser. Das U900 liest und beschreibt microSDs bis 8 GByte, der Slot liegt gut zugänglich an der Seite des Handys.

Die Funktionsausstattung entspricht der des F480, inklusive des umständlich bedienbaren Access-Browsers. Als Funkmodem mit HSDPA 7,2 MBit/s erzielte das Edel-Handy die besten Durchsätze im Test.

Das beiliegende Headset liefert brauchbare Bässe und klare Höhen, eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für eigene Kopfhörer fehlt. Beim Knipsen hält man das Handy waagerecht, wobei man mit dem Finger schnell versehentlich das Objektiv verdeckt. Zum Scharfstellen braucht es knapp 1,5 Sekunden, dazu kommt eine deutliche Auslöseverzögerung. Die Fotos zeigen trotz fünf Megapixeln wenig Details und starkes Bildrauschen. Farben sind bei automatischem Weißabgleich auch bei Tageslicht stimmig. Bei den einigermaßen scharfen Videos fallen selten Ruckler, dafür aber deutliche Bewegungsartefakte auf.