Rasante Datenfunker
Seite 7: Samsung SGH-F480 und Samsung SGH-F490
Samsung SGH-F480
Mit dem hochwertig verarbeiteten SGH-F480 schickt Samsung einen weiteren iPhone-Konkurrenten ins Rennen. Das Edel-Handy bedient man fast ausschlieĂźlich ĂĽber den kapazitiven Touchscreen mit dem Finger. In der Sonne blendet das Display stark. Das Handy erkennt microSD-Karten bis acht Gigabyte, der seitliche Slot ist gut erreichbar.
Mittels Widgets wie einer Uhr, einem MP3-Player oder einer Ereignisanzeige lässt sich der Bereitschaftsbildschirm individuell anpassen. Ein kurzer Vibrations-Impuls quittiert Eingaben. Die Fingerbedienung klappt jedoch längst nicht so flüssig wie die des iPhone. Beim Scrollen durch die Menüs löst man oft unabsichtlich Funktionen aus. Beim Surfen mit dem Browser von Access nervt das ständige Hin- und Herscrollen, um den richtigen Seitenausschnitt auszuwählen. Als HSDPA-Handy der 7,2 MBit/s-Klasse überzeugt das F480 mit hohen Durchsätzen.
Bei der Musikwiedergabe gefällt das Headset mit gutem Klang, einen Anschluss für eigene Kopfhörer hat Samsung nicht vorgesehen. Die Autofokus-Kamera stellt mit etwa einer Sekunde recht schnell scharf. Trotzdem bieten die Ergebnisse nur mäßige Schärfe und Detailauflösung; das Nokia N95 8GB liefert bessere Bilder. Bei Tageslichtaufnahmen stört ein Rotstich. Für einfache Schnappschüsse und kleinformatige Abzüge reicht die Qualität. Die scharfen, aber deutlich ruckelnden Videos taugen nur zum MMS-Versand.
Samsung SGH-F490
Das Design des flachen SGH-F490 grĂĽndet auf dem des Touchscreen-Handys Qbowl, nur fehlt die ausschiebbare Qwertz-Tastatur. Die Fingerbedienung ĂĽber den Folien-Touchscreen, der im Sonnenlicht schlecht ablesbar ist, klappt besser als beim F480. Auch hier meldet eine Vibration erfolgreiche Eingaben. Ein Stift liegt bei, doch kommt man auch ohne ihn aus. Der microSD-Slot unter dem Akkudeckel erkennt Karten bis zu vier Gigabyte.
Zur Organizer-Ausstattung kommt ein Menü mit den Google-Anwendungen Search, Mail und Maps. Der Access-Browser überzeugt wegen seiner umständlichen Bedienung nicht. Als Funkmodem liefert das Handy brauchbare Durchsätze.
Das mitgelieferte Headset klingt gut und besitzt eine im Mikrofonteil integrierte 3,5-mm-Klinkenbuchse. Der Musikplayer gefällt mit einfacher Bedienung, doch fehlt eine Klangregelung. Mit 2,5 Sekunden fokussiert die Kamera zu langsam. In puncto Schärfe sind die Fotos brauchbar; negativ fallen starkes Bildrauschen und überstrahlte helle Flächen auf. Die gut für Video-MMS tauglichen Videoclips zeigen eine leichte Unschärfe, aber kaum Geruckel oder Bewegungsartefakte.