Rasante Datenfunker

Seite 6: Nokia N78 und Nokia N95 8GB

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Das billig wirkende Plastikgehäuse des N78 verbirgt aktuelle Technik inklusive WLAN und GPS. Das transflektive Display bleibt auch im direkten Sonnenlicht sehr gut lesbar. Störend fanden wir die zu kleine Wähltastatur und die unpräzisen Funktionstasten. Aktiviert man die Navi-Rad-Funktion in den Einstellungen, arbeitet die Oberfläche des Steuerkreuzes wie ein Jog-Dial, wenn man darauf mit dem Finger kreisende Bewegungen macht. Das N78 erkennt auch 8-GByte-microSD-Karten im seitlichen Slot.

Mit der Symbian-Oberfläche S60 3rd Edition FP2 ist das Smartphone auf dem neuesten Stand. Außer den leistungsfähigen PIM-Funktionen inklusive guter sprecherunabhängiger Spracherkennung gibt es unter anderem Reader für Office-Dateien und PDF-Dokumente sowie das Kartenprogramm Nokia Maps. Der integrierte GPS-Empfänger findet selbst in Gebäuden oft noch genug Satelliten. Der Browser erleichtert mit Mini-Übersichten der Webseiten die Orientierung. Als Funkmodem macht das Nokia-Gerät mit hohen Durchsätzen eine gute Figur.

Nokia hat das N78 mit umfangreichen Multimedia-Playern ausgestattet. Zum Musikhören lässt sich dank 3,5-mm-Buchse an Gerät und Headset ein eigener Kopfhörer anschließen, der Klang des mitgelieferten Headsets ist brauchbar. Mittels 8-Kanal-Equalizer passt man ihn dem persönlichen Geschmack an. Das ungeschützte Kamera-Objektiv fokussiert mit über zwei Sekunden sehr langsam und taugt daher nicht für bewegte Motive. Die Schärfe der verrauschten Fotos ist mäßig; im Sonnenlicht fällt ein Blaustich auf. Videos liefert das Handy immerhin in VGA-Auflösung, die auch zum Betrachten am PC-Bildschirm lohnen. Geruckel und Artefakte stören kaum, eher schon das unscharfe Bild. Für ruhigere Bilder sorgt ein Videostabilizer.

Das Schiebe-Modell N95 8GB mit dem großen transflektiven Display (gute Lesbarkeit in der Sonne) gleicht – abgesehen von einigen Details – dem Vorgängermodell. Die gute Tastatur und die stabile Mechanik gefallen, doch fehlt der Schutzschieber vor dem Kameraobjektiv und ein microSD-Slot. Stattdessen hat Nokia das Smartphone mit acht Gigabyte internem Speicher bestückt. Der Transfer großer Datenmengen über die Fullspeed-USB-Schnittstelle (maximal 12 MBit/s) geht quälend langsam vonstatten; ein Highspeed-Port (480 MBit/s), wie ihn die meisten USB-Sticks heute besitzen, fehlt.

Die Ausstattung inklusive WLAN, GPS und Nokia Maps gleicht dem älteren N95. Als Surf-Handy und Mediaplayer bietet das N95 8GB die gleichen Vorzüge wie das N78. Die mit zwei Sekunden sehr langsame Autofokus-Kamera knipst Bilder mit ordentlicher Schärfe und Detaildarstellung, die mit einer Digicam zwar nicht mithalten können, für kleinformatige Abzüge aber reichen. Als Videokamera glänzt das Smartphone mit VGA-Clips und flüssigen 30 Bildern pro Sekunde, die auch auf dem Fernseher gut aussehen; ein passendes AV-Kabel liefert Nokia mit.