Aufgepeppt

Seite 2: Falk M4 2nd Edition

Inhaltsverzeichnis

Das Falk M4 2nd Edition soll anhand der Fahrprofile der Falk-Community die je nach Tageszeit und Wochentag schnellsten Strecken ausknobeln. Die Daten dafür erhält es über monatliche, kostenlose Updates, die der Anwender über die mitgelieferte Software am PC herunterladen und auf das Navi übertragen kann. Darüber hinaus kann der Anwender eine Vielzahl von POIs mitsamt Bewertungen und Kommentaren sowie interessante Strecken aus der Falk-Community kostenlos herunterladen.

Insgesamt führte das Navi im Test mit den tageszeitabhängigen Nutzerdaten auf gut ausgewählten Strecken durch den Straßendschungel. Allerdings waren einige der „schlau“ berechneten Streckenabschnitte gar nicht so schlau. Es schlich sich aufgrund dieser Funktion auch mal ein unnötiger Schlenker ein, oder die geschätzte Fahrtdauer stimmte nicht. Für die Berechnung der Routen benötigt das M4 bei Fahrten mit mehreren 100 Kilometern bisweilen über 30 Sekunden. Auch sonst zeigt sich das Navi etwas gemächlicher und startet bei vollständig entladenem Akku erst, nachdem es für mindestens fünf Minuten am Ladekabel hängt.

Das Falk M4 lässt sich gut bedienen und hat übersichtliche Menüs, allerdings wirkt deren Layout eher altbacken und die Software reagiert auf die Touchscreen-Bedienung etwas träge. Bei der Adresseingabe vertippt man sich auf der gequetschten Tastatur hin und wieder. Die Kartenansicht ist recht schlicht gehalten und ruckelt bei Animationen ein wenig.

Bei der Bedienung und der Anzeige hat Falk inzwischen nachgebessert: Eine neue Version der Bedienoberfläche, die uns zum Redaktionsschluss noch nicht vorlag, soll laut Hersteller die genannten Mängel im Wesentlichen beheben. Sie ist allerdings nicht als Update für die verkauften Modelle erhältlich.

Punkten kann das Falk M4 vor allem mit präzisen Sprachansagen, die zur rechten Zeit kommen, wichtige Hinweise zur Straßenführung geben und diese in ganze, grammatikalisch korrekte Sätze packen. Straßennamen spricht die angenehme Stimme zum großen Teil richtig aus.

Neben Abspielsoftware für Bild, Ton und Video liefert das Einsteiger-Navi Spiele, ein Adressbuch, Taschenrechner und eine Übersetzungshilfe. Der Travel Guide bietet kurze, informative Texte zu vielen der 300.000 Points of Interest, die allerdings ein Update vertragen könnten, weil Adressen und Informationen in einigen Fällen veraltet sind. Ein vollwertiger Reiseführer ist es nicht, die Infos helfen aber bei der Suche nach interessanten Orten in der Umgebung. Das Navi liest die Reiseführertexte ohne Punktion und mit dem Charme von Kraftwerk-Songs vor.