Elektroauto VW ID.7 GTX Tourer im Test: Des Namens Passat würdig
Der VW ID.7 ist eines der meistverkauften E-Autos in Deutschland und ziemlich gut, aber nirgends herausragend. Der Allradantrieb im GTX hat nicht nur Vorteile.
VW ID.7 GTX Tourer als Topmodell mit 250 kW Motorleistung und Allradantrieb
(Bild: Christoph M. Schwarzer / heise Medien)
- Christoph M. Schwarzer
Mit 34.563 Exemplaren war der VW ID.7 im vergangenen Jahr das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland. Den Passat mit seinen 44.609 Neuzulassungen hat er noch nicht überholt. Was dafür spricht, dass genau das bald passieren wird, ist zuerst das gelungene Gesamtkonzept. Der ID.7 ist – typisch Volkswagen – nirgends perfekt, in der Summe der Eigenschaften aber ziemlich überzeugend. Mindestens so wichtig ist die sogenannte Dienstwagensteuer, die für Elektroautos auf ein Viertel reduziert ist. Erste Hand Firmenwagen, zweite Hand Normalo, so war es beim Passat, und so wird es beim ID.7 sein. Den Produktionsstandort Emden hat der elektrische Kombi bereits. Demnächst könnte er auch den Namen „Passat“ übernehmen.
- VW ID.7 mit 34.563 meistzugelassenes E-Auto 2025 in Deutschland
- zwei Batterien mit 77 und 86 kWh
- Abmessungen 4,96 m lang, 1,86 m breit, Radstand 2,97 m
- Stärken: hoher Komfort, ausgereifter Antrieb
- Schwächen: nervöse Lenkung, schwammige Bremse, kleine Instrumente
Für den Praxistest hat Volkswagen den ID.7 GTX Tourer zur Verfügung gestellt. Das ist die Topversion, die ab 64.065 Euro zu haben ist, von denen bis zum 31. März 2026 ein Rabatt von 5000 Euro abgezogen werden kann. Vermutlich wird es danach in irgendeiner Form weiterhin einen Pauschalnachlass geben, denn auch wenn nun vielerorts mit den 6000 Euro Prämie argumentiert wird: Die bekommen in voller Höhe bei weitem nicht alle.
1800 Kilogramm Anhängelast, großer Wendekreis
Beispiel Allradantrieb: Der hat im ID.7 GTX den Vorteil, dass die Anhängelast bei zwölf Prozent Steigung von 1000 auf 1800 kg ansteigt. Beim Anfahren mit dem Wohnwagen auf dem Campingrasen ist der zusätzliche Elektromotor an der Vorderachse ein Plus, und auf dem Supermarktparkplatz mit festgefahrener Schneedecke auch. Bei Bedarf haben 250 kW ordentlich Bums: Der GTX beschleunigt in 5,5 Sekunden auf 100 km/h.
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