Unterwegs im Land Rover Freelander SD4 mit neuem Diesel

Land Rover hat dem Freelander ein leichtes Facelift spendiert, mit dem auch ein 190 PS starker Diesel ins Angebot rückt. Grund genug für eine Spritztour im kompakten Allradler mit dem starken Selbstzünder

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Von
  • Gregor Hebermehl
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Fuschl am See (Österreich), 3. Februar 2011 – Land Rover hat dem 2006 vorgestellten Freelander ein leichtes Facelift angedeihen lassen, mit dem auch ein 190 PS starker Diesel ins Angebot rückt. Für uns ein willkommener Anlass für eine Ausfahrt in dem kompakten Allradler mit dem starken Selbstzünder und Automatik.

Äußerlich hat sich der Freelander kaum verändert. Dazu gibt es unseres Erachtens auch keinen Anlass: Der Wagen steht in seiner Klasse immer noch mit einem eigenständigen und vorzeigbaren Design da. Deshalb wurden nur Details geändert. Der Rahmen um den Grill wurde etwas abgesetzt, und die Nebelscheinwerfer stecken jetzt in eckigen Öffnungen. Außerdem wurden die Heckleuchten leicht modifiziert. Was man auf den ersten Blick nicht erkennt, aber der Übersichtlichkeit dient: Die Seitenfenster sind laut Hersteller um zehn Prozent größer geworden. Ansonsten fallen nur Kleinigkeiten auf: Das Land-Rover-Logo ist jetzt nicht mehr goldfarben sondern silbern hinterlegt. Dass die Briten auch gleich noch das Ausstattungsvarianten "S", "SE" oder "HSE" neben die Modellbezeichnung ans Heck schreiben, finden wir allerdings ein bisschen übertrieben.

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In der kantigen, aber ansprechend gestalteten Kabine des Freelander hat der Fahrer eine besonders hohe Sitzposition. Die verschafft Überblick auf Straße und Gelände. Die Sitze sind auch auf weiten Strecken bequem, allerdings wird Passagieren mit langen Beinen die kurze Oberschenkel-Auflagefläche missfallen. Gegen Aufpreis werden die Sitze mit schickem Leder überzogen und so manche Plastik-Oberfläche durch Holzfurnier ausgetauscht. Der Gepäckraum bietet ein Volumen zwischen 405 Liter und 1670 Liter.

In flott gefahrenen Kurven macht sich der Wankausgleich des Freelander bezahlt: Der Wagen kippelt kaum. Sauber ziehen wir das SUV ums Eck. Die Lenkung gibt sich dabei leichtgängig. Im Gelände und beim Einparken ist dies ein Vorteil. Bodenwellen, Querrillen, oder vom Frost gebeutelte Straßen: Mit allem kommt der Freelander gut zurecht. Und auch im tief verschneiten Gelände schlägt sich der Einstiegs-Landy – der noch günstigere Defender hat infolge seiner über sechzigjährigen Modell-Historie eine Sonderstellung – wacker. Dabei hilft sein Terrain-Response-System, das per Drehregler auf verschiedene Untergründe eingestellt werden kann. Da steht der kleine Freelander seinen großen Brüdern Discovery und Range Rover Sport sowie Range Rover in nichts nach – nur auf eine Untersetzung muss er verzichten. Den auf Grund seiner eingeschränkten Geländekompetenz komplett aus der Art schlagenden frontgetriebenen Freelander eD4 lassen wir einmal außen vor. Der Allrad-Freelander ist wohl das geländefähigste Fahrzeug seiner Klasse.