NASA hält an Shuttle-Start im Juli fest

Noch ist unklar, ob die Modifikationen an der Schaumstoffisolierung am Außentank der Raumfähre Discovery für einen gefahrlosen Start ausreichen.

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Von
  • Boi Feddern

Trotz der Sorgen einiger Ingenieure will die US-Weltraumbehörde NASA den für Juli geplanten Start der Raumfähre Discovery nicht mehr weiter verschieben. Damit soll der ehrgeizige Plan von drei Shuttle-Starts bis Ende dieses Jahres gelingen. Probleme bereiten nach wie vor abfallende Schaumstoffstücke vom Außentank des Space Shuttle. Die Ingenieure hätten nun zwei größere Bereiche des isolierenden Schaumes vom Außentank abgetragen. Bisher könne man aber noch nicht absehen, ob dies ausreichend sei. Zumindest größere Stücke sollen sich jetzt nicht mehr lösen können.

Ein Stück Schaumstoff löste das tragische Unglück der Raumfähre Columbia aus, bei dem alle sieben Astronauten ums Leben kamen. Abfallende Teile der Isolierung am Außentank hatten damals das Hitzeschild der Raumfähre so stark beschädigt, dass sie bei ihrer Rückkehr verglühte.

Beim Start der Discovery im Juli vergangenen Jahres waren dann erneut mehrere Schaumstoffstücke abgefallen, ohne allerdings die Raumfähre zu beschädigen. Dafür hatten überstehende Polsterstreifen zwischen den Keramikkacheln des Hitzeschilds zu einer spektakulären Reparatur geführt, bei der ein Astronaut an einem Roboterarm geführt die Streifen per Hand herauszog. Zudem sorgte ein loser Isolationsstreifen unter einem Cockpitfenster zeitweise für Aufregung. Schlussendlich konnte die Discovery dann aber sicher wieder landen. (boi)