Car-Sharing: mit Quicar unterwegs in Hannover
Mit Quicar probt VW in Hannover den Einstieg ins Car-Sharing: Auto per App buchen, mit einem Chip öffnen und losfahren. Wir haben es ausprobiert – zum Ziel kamen wir aber nur mit Hilfe der Hotline
Hannover, 9. Dezember 2011 – Mein Auto erkennt mich nicht. Ich habe den Quicar-Golf mit dem Kennzeichen H-Q 6116 per Smartphone-App gebucht und eine SMS-Bestätigung bekommen, doch die Tür geht nicht auf. Ich presse meinen Führerschein mit dem Chip-Aufkleber an das Seitenfenster, ich wedele damit herum – nichts passiert.
Hoffnungsvoll gestartet …
Na toll. Ich will das Carsharing-Konzept des größten deutschen Autokonzerns testen und scheitere schon am Einsteigen. Die Anmeldung im örtliche Quicar-Shop hatte noch reibungslos funktioniert. Dort klebte mir eine freundliche Mitarbeiterin den Chip auf den Führerschein und ich fühlte mich als Teil der neuen großstädtischen Avantgarde: Autos besitzen ist uncool und teuer, spontan mieten ist die Zukunft. Generation Smartphone statt Generation Golf, App-Fahren statt Raten abzahlen.
Car-Sharing: mit Quicar unterwegs in Hannover (2 Bilder)

Heimspiel fĂĽr heise Autos: Einen Monat nach dem Start Anfang November haben wir Quicar in Hannover ausprobiert.
… aber vergebens gewedelt
Doch jetzt stehe ich vor dem Auto und weiß nicht weiter. Passanten beginnen zu gaffen – bilde ich mir ein. Ich höre auf, mit dem Führerschein zu wedeln, und zücke mein Telefon. Es zeigt eine SMS: "Lieber Kunde, das Quicar steht seit 10:30 bereit. Es muss bis 11.00 Uhr abgeholt werden, danach wird die Reservierung kostenpflichtig storniert."