Car-Sharing: mit Quicar unterwegs in Hannover

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Drinnen begrüßt mich der Touchscreen: Ich soll den Zustand des Autos bewerten. Außen? Ich steige wieder aus und gehe einmal herum. Einwandfrei. Innen? Vollgekrümelt, deshalb vergebe ich die Note "befriedigend". Wer weiß, vielleicht muss ich sonst selbst saugen oder die Reinigung bezahlen. Beim Ausparken nervt der Abstandswarner mit hysterischem Gepiepse, dann habe ich es endlich geschafft: Ich fahre.

Unterwegs spiele ich mit der Sitzheizung, der Zwei-Zonen-Klimaautomatik und dem Navi herum, bis ich an die Selbstbeteiligung im Crash-Fall denke. Bis zu 1000 Euro muss ich blechen, wenn es knallt. Um den Betrag auf 350 Euro zu drücken, müsste ich 12 Euro monatlich zahlen – für Gelegenheitsnutzer wie mich rechnet sich das nicht. Also lasse ich die Finger von den Knöpfen und konzentriere mich auf die Straße.

Ich will zu einem Möbelhaus und lasse mich vom Navi führen. Das hat allerdings den Weg über die verstopfte Hildesheimer Straße gewählt. An jeder Ampel, bei jedem kleinen Stau schaue ich auf die Uhr und rechne. Schließlich kostet Quicar pro Minute, nicht pro Kilometer (20 Cent beim Fahren, 10 Cent beim Parken).