Steht der Opel Ampera vor seinem Ende?

Laut Automotive News Europe steht der Opel Ampera vor seinem Ende. Die Zeitschrift will erfahren haben, dass Opel den Verkauf des Extended Range Electric Vehicle (Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite) 2016 auslaufen lassen soll

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Mit dem Ampera hat Opel kein VerkaufsglĂĽck. Hier ein Bild von 2010.

(Bild: Opel)

Wenn es stimmt, was Automotive News Europe berichtet, dann steht der Opel Ampera vor seinem Ende. Die Zeitschrift will aus dem Umfeld von General Motors erfahren haben, dass Opel den Verkauf des Extended Range Electric Vehicle (Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite) im Jahr 2016 auslaufen lassen soll. Der baugleiche Chevrolet Volt hingegen soll eine Modellpflege erhalten und in überarbeiteter Auflage in der zweiten Jahreshälfte 2015 erscheinen. Weder von General Motors noch von Opel ist dazu eine Stellungnahme zu erhalten.

Der Opel Ampera läuft seit Juli 2011 mit dem Chevrolet Volt vom gleichen Band im Chevrolet-Werk Hamtramck in Detroit. Der Verkauf in Europa begann zunächst schleppend und brach 2013 um 40 Prozent auf nur noch 3184 Stück ein. 2014 sank der Verkauf um 67 Prozent in den ersten fünf Monaten auf nur mehr 332 Amperas. Im ersten Halbjahr konnte Opel auf seinem eigenen Heimatmarkt laut Kraftfahrtbundesamt lediglich 46 Exemplare absetzen, und das trotz eines schon im vergangenen Jahr um 7600 Euro gesenkten Preises.

Damit kostet der Ampera allerdings immer noch 38.300 Euro. Ein vom Konzept her nicht hundertprozentig vergleichbarer BMW i3 mit Range Extender ist mit rund 39.400 Euro nicht deutlich teurer, hat aber dank Leichtbau und BMWs großem Marketingaufwand offenbar eine größere Strahlkraft.

Bereits 2013 hat sich Steve Girsky, damals als GM-Statthalter bei Opel, auf dem Autosalon in Genf enttäuscht über den mäßigen Erfolg des Ampera in Europa geäußert: "Alle Regierungen in Europa wollen Elektroautos. Jetzt haben wir eins - und wo sind nun alle?" (fpi)