Vorstellung: Porsche Panamera Hybrid

Porsche stellt den Panamera mit einem Plug-in-Hybrid vor. Der bekommt eine Kombination aus V6-Benziner und Elektromotor, dazu einen Akku, der für 50 km rein elektrische Fahrt reichen soll. Wichtiger jedoch scheint das Statement, ihn zum Basismodell zu machen

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Porsche, alternative Antriebe, Hybridantrieb
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Stuttgart, 9. August 2016 – Ab einer gewissen Klasse spielen ein paar tausend Euro Unterschied im Listenpreis für die meisten Interessenten vermutlich keine (kauf-)entscheidende Rolle mehr. Dennoch ist es ein bemerkenswertes, symbolisches Zeichen, dass Porsche sich entschlossen hat, den Panamera Plug-in-Hybrid zum Basismodell zu machen. Der Diesel kostet rund 9500 Euro mehr, ohne sich bei Ausstattung oder Leistung absetzen zu können.

Im Panamera Hybrid arbeiten ein 2,9-Liter-V6-Biturbo-Benziner mit 243 kW (330 PS) und ein Elektromotor mit 100 kW (136 PS) zusammen. Zusammen leisten sie 340 kW (462 PS) und bieten ein Drehmomentmaximum von 700 Nm. Das langt dann für Fahrleistungen, die denen der ähnlich starken Panamera-Modelle mit Benzin oder Dieselmotor kaum nachstehen. Der Hybrid braucht im Standardsprint 4,6 Sekunden, der Diesel 4,3, der Benziner 4,2 Sekunden. Aus dem Stand auf Tempo 200 werden die Unterschiede zum Benziner etwas größer. Der Hybrid ist da mit 16,9 Sekunden angegeben, der Benziner mit 15,9. Die geringen Nachteile bei den Fahrleistungen trotz höherer Systemleistung dürften am höheren Leergewicht liegen. Für den Hybrid nennt Porsche ein Leergewicht von 2170 Kilogramm, Diesel und Benziner sind mit 2050 bzw. 1870 kg leichter.

Vorstellung: Porsche Panamera Hybrid (9 Bilder)

Porsche stellt auf dem Pariser Autosalon den neuen Panamera vor. Das Basismodell wird ein Plug-in-Hybrid.

Käufer des Hybridmodells wird der Verbrauch vermutlich mehr interessieren. Die flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 14,4 kWh, die allerdings nicht komplett genutzt werden können. Porsche nennt in der Pressemeldung eine Reichweite von 50 km, in der Preisliste vom 9. September sogar bis 51 km unter Bedingungen des NEFZ. Der Stromverbrauch auf 100 Kilometer wird dort mit 15,9 kWh angegeben. In der Theorie müsste also ausreichend Strom für eine längere Distanz drin sein.

Der Spritverbrauch wird mit 2,5 Litern angegeben, was an der schon öfter hier mal erwähnten ECE-Norm R 101 zusammenhängt. Stellt man diese um, kommt man auf 7,6 Liter im reinen Benzinbetrieb unter Bedingungen des NEFZ. Nur der Vollständigkeit halber: Dies ist natürlich ein theoretischer Wert, weil der Panamera Hybrid unter den Bedingungen des NEFZ rekuperiert, der Akku also ein klein wenig wieder geladen werden würde. Mit dem serienmäßigen 3,6-kW-Ladegerät ist die Batterie nach Angaben von Porsche an einem 230-Volt-Anschluss nach 5,8 Stunden wieder voll. Gegen Aufpreis wird ein 7,2-kW-Ladegerät angeboten, mit dem nach 3,6 Stunden der Ladevorgang abgeschlossen sein soll.