Fahrbericht Suzuki Baleno 1.2-Liter-Dualjet SHVS
Viel Platz auf wenig Fläche zum kleinen Preis: Das verspricht Suzuki für den seit Juni in Deutschland erhältlichen Baleno. Für das grüne Gewissen gibt's sogar einen Mild-Hybrid-Antrieb. Ob der kleine Japaner hält, was Suzuki verspricht?
- Mirko Stepan
- Mirko Dölle
Viel Platz auf wenig Fläche zum kleinen Preis: Das verspricht Suzuki für den seit Juni in Deutschland erhältlichen Baleno. Für das grüne Gewissen gibt's sogar einen Mild-Hybrid-Antrieb. Ob der kleine Japaner hält, was Suzuki verspricht?
Das markantestes Merkmal des Baleno ist bestimmt die geschwungene Chromleiste, die den Kühlergrill nach unten abschließt und fließend in die Scheinwerfer übergeht. Das sieht schick aus und verleiht dem Kleinwagen ein eigenständiges Gesicht. Das Heck des Fünftürers erinnert mit seinen fast quadratischen Rückleuchten beim ersten Blick ein bisschen an den Klassenprimus im B-Segment, den VW Polo. Das tut dem gelungenen Äußeren aber keinen Abbruch, und sich mit einem neuen Modell selbstbewusst nach oben zu orientieren, ist sicher nicht verkehrt.
Fahrbericht Suzuki Baleno 1.2-Liter-Dualjet SHVS (6 Bilder)

Das wäre bei der Materialauswahl im Innenraum auch ein guter Ansatz gewesen. Hier ist dar Baleno von Konkurrenten wie dem Polo oder dem Opel Corsa aber weit entfernt. Die Kunststoffteile wirken in ihrer Materialqualität arg einfach. Dafür glänzt der Kleinwagen in Sachen Ausstattung, insbesondere, wenn er in der höchsten Variante „Comfort” vorfährt. Denn dann sind unter anderem ein Audio-System mit Smartphone-Anbindung plus Navigationssystem, eine Klimaautomatik, ein Lederlenkrad, beheizbare Außenspiegel, Xenonscheinwerfer, 16-Zoll-Aluräder und ein Tempomat mit Abstandsassistent an Bord – nicht schlecht in diesem Segment.
Integrierter Startergenerator
Ebenfalls eine Seltenheit in der Größenordnung des Baleno ist der Hybridantrieb. Der 1,2-Liter-Ottomotor kann dank Startergenerator rekuperieren, den Verbrennungsmotor mit dem gespeicherten Strom anlassen und beim Beschleunigen unterstützen. Das ist ein Novum bei den europäischen Modellen des japanischen Autobauers. 90 PS Systemleistung reichen aus, um im Verkehr ordentlich mitzuschwimmen. Bei höheren Drehzahlen ist der Suzuki sogar recht agil, was sicherlich auch seinem geringen Gewicht von gerade einmal 990 Kilogramm zu verdanken ist. Zum Vergleich: ein VW Polo mit 1,2-Liter-Ottomotor und den gleichen Leistungsdaten wiegt rund 1100 kg.