Fahrbericht Suzuki Baleno 1.2-Liter-Dualjet SHVS

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Bei hochtouriger Fahrweise lässt sich freilich auch mit Hybridtechnik die Herstellerangabe von vier Liter Benzinverbrauch nicht halten. Zwischen fünf und sechs Liter je 100 Kilometer sind realistischer, zumindest, wenn man sich auf der Autobahn nicht in die Lkw-Kolonne auf der rechten Spur einreihen möchte. Aber auch das ist ein passabler Wert.

Trotz der neu entwickelten technischen Basis zeigt der Kleinwagen – wenig überraschend – bessere Stadtflitzer- als Reiseautoqualitäten. Zwar ist das Platzangebot für die Fondspassagiere mit bis zu rund 80 Zentimetern zwischen Vorder- und Rücksitzlehne großzügig und in den Kofferraum passen 355 Liter, mit umgeklappter Rückbank sogar 1085 Liter. Doch ist das Fahrwerk für höheres Tempo nur bedingt geeignet, wenn gesteigerte Komfort-Ansprüche bestehen. Bodenwellen werden nur wenig gefiltert an die Insassen weitergegeben, was auf Dauer anstrengend ist. Und auch die Lenkung ist eher stadttauglich leichtgängig abgestimmt als für längere Geradeausetappen. Zum Stadtverkehr passt der Baleno als SHVS sowieso am besten, denn dort kann er wegen der typisch gehäuften Beschleunigungs- und Ausrollphasen öfter rekuperieren und damit seinen Vorteil durch den Hybridantrieb überhaupt erst nutzen.

Das Basismodell mit 3-Zylinder-Ottomotor ist ab 13.790 Euro zu haben. Der gefahrene Baleno mit Mild-Hybrid in der „Comfort”-Version beginnt bei 17.590 Euro – dann allerdings mit fast kompletter Serienausstattung.