Volkswagens autonomes Taxi Sedric
Wenn Autos komplett autonom fahren können, kommen nicht nur harte Zeiten auf das Taxigewerbe zu [--] die Mobilität jedes einzelnen wird auf einen Schlag neu definiert. Einen Ausblick bietet auf dem Genfer Salon der Sedric. Das runde VW-Emblem sucht man auf der Studie allerdings vergeblich
- Stefan Grundhoff
Wenn Autos komplett autonom fahren können, kommen nicht nur harte Zeiten auf das Taxigewerbe zu – die Mobilität jedes einzelnen wird auf einen Schlag neu definiert. Einen Ausblick bietet auf dem Genfer Salon der Sedric. Das runde VW-Emblem sucht man auf der Studie allerdings vergeblich.
„Volkswagen Group” steht auf den Flanken, eine Markenzordnung des Sedric (kurz für: self driving car) gibt es aktuell nicht. Man kann sich dieses Fahrzeug mit leichten Adaptionen als Audi, Seat, Skoda oder Volkswagen vorstellen selbst ein besonders luxuriöser Bentley wäre in der Zukunft auf dieser Basis denkbar. Die kubische Karosserie mit ihren verkleideten Rädern bietet Platz für bis zu vier Personen – futuristisch-fließende Formen, LED-Module zur Kommunikation und große Glasflächen prägen das Äußere.
Volkswagens autonomes Taxi Sedric (9 Bilder)

(Bild: Volkswagen)
Die Nutzer verhandeln in natĂĽrlicher Sprache
Wer die Studie über die beiden weit aufschwingenden Türen besteigt, sucht vergeblich Lenkrad, Instrumente oder Pedale. Es gibt zwei komfortable Sitzplätze in Fahrtrichtung und, ähnlich wie in einem London-Taxi, zwei ausklappbare Notsitze, wo sonst das Gepäck seinen Platz findet. Mit dem Einstieg erfolgt die Kommunikation mit dem Fahrzeug per Sprache oder App. Über das Ziel, die Fahrzeit, die aktuelle Verkehrssituation oder einen kurzer Zwischenhalt verhandeln die Nutzer in natürlicher Sprache wie mit einem persönlichen Assistenten.
Erdacht, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Konzernforschung in Wolfsburg. Das Design stammt aus der Hand von Porsche-Chefdesigner Michael Mauer, der dem interdisziplinären Entwicklungsteam kreativ vorstand. Joachim Jungwirth und Ulrich Eichhorn, bei VW verantwortlich für Forschung und Entwicklung kümmerten sich um Technik und mobile Dienste. Jungwirth und hält ein Ding im Format zwischen Fernbedienung und Flaschenöffner hoch: „Gerufen wird das Sedric mit einem Druck auf diesen Knopf”, sagt er und: „natürlich funktioniert das auch mit dem Smartphone.” Dann rollt das auf dem modularen Elektrobaukasten des VW-Konzerns konzipierte Sedric beinahe geräuschlos heran. „Die Bedienung geschieht komplett über Sprache”, erklärt Jungwirth und demonstriert es auch gleich, indem er auf mündlichen Befehl einen gigantischen Bildschirm auf die Windschutzscheibe holt. Videotelefonie oder ein kurzes Kinoerlebnis sind im VW Sedric kein Problem.