Showbike BMW R 18 Dragster

Zur Steigerung der Aufmerksamkeit für die kommende BMW R 18 tut BMW eine ganze Menge. So ließ man sie nun noch von Customizer Roland Sands zum Dragster umbauen.

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Showbike BMW R 18 Dragster

Die BMW R 18 kauert als Dragster tief über dem Strip

(Bild: BMW)

Lesezeit: 6 Min.
Von
  • Ingo Gach
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BMW rührt noch ein bisschen die Werbetrommel für seinen neuen Riesen-Cruiser R 18, bevor er im September auf den Markt kommen soll. Nachdem die Münchner schon bei der Entwicklung der R NineT vor einigen Jahren erfolgreich mit dem kalifornischen Customizer Roland Sands zusammen gearbeitet haben, wurde die Connection erneut bemüht.

BMW R 18 Dragster (15 Bilder)

BMW hat den Customizer Roland Sands beauftragt, den Cruiser R 18 umzubauen. Heraus kam ein Dragster, der nur noch wenig mit der Serie zu tun hat.

Sands gilt als einer der Renommiertesten seines Fachs und hat in seinem Leben schon über 200 Bikes individuell gestaltet. Dabei hat er sich, im Gegensatz zu vielen anderen amerikanischen Customizern, nicht auf Harley-Davidson spezialisiert, sondern baut alles um, was ihm würdig erscheint. Sands ist zehn Jahre lang Motorradrennen auf Rundkursen gefahren und sein Vater war Dragster-Racer, da lag es für ihn nahe, aus dem Cruiser BMW R 18 einen Dragster zu bauen.

Der gewaltige 1,8-Liter-Zweizylinder schrie geradezu nach Viertel-Meilen-Rennen auf dem Drag-Strip, wie Roland Sands erklärte: „Bei einem Motor, der so sichtbar im Mittelpunkt steht, dachte ich direkt an Muscle Cars. Deshalb hielt ich es für sinnvoll, das Motorrad auf das Wesentliche zu reduzieren und es so umzubauen, dass es auf einer geraden Strecke schnell fährt.“

Die R 18 Cruiser nimmt in ihrem Retro-Design Anleihen an historischen Modellen wie der R 5 von 1936. BMW wollte die puristische Technik in den Fokus rücken. Daraus nun einen Dragster für Sprintrennen zu bauen, war keine einfache Angelegenheit, obwohl BMW betont, dass die R 18 von vorneherein für Umbauten konzipiert worden sei. Das Heck und die Seitenteile unter der niedrigen Sitzbank sollen sich leicht demontieren lassen.

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Sands beginnt solche Auftragsarbeiten stets mit Skizzen, um abschätzen zu können, was mit dem bestehenden Motorrad geht und was nicht. Er analysierte die Formen und die technische Basis der R 18 und kam zu dem Schluss, dass sie einen wunderschönen Dragster ergeben würde. Die eigentliche „Magie“, wie Sands es nennt, geschieht aber, wenn die Skizze zum Leben erweckt wird.

Sands und sein Team bauten die von BMW zur Verfügung gestellte R 18 in dreieinhalb Monaten zu einem einsatzfähigen Dragster um – ohne Straßenzulassung, versteht sich. Allein der Höllenlärm aus den handgefertigten und offenen Auspuffrohren würde zu einer sofortigen Stillegung noch auf der öffentlichen Straße führen. Die R 18 Dragster übernahm vom Serienfahrzeug im Grunde nur den tropfenförmigen Tank, alles andere wurde entweder gründlich überarbeitet, ausgetauscht oder einfach weggelassen. Im Heck kommt ein breiter Slick zum Einsatz, schließlich müssen die Kräfte bestmöglich auf den Boden übertragen werden. Eine Hinterradfederung kennt man beim Drag-Racing nicht, und ersetzte Sands den Serien-Rahmen durch eine eigene Starrahmen-Konstruktion.