Showbike BMW R 18 Dragster

Seite 2: Gabel der R NineT

Inhaltsverzeichnis

Der schmale Vorderrad-Slick (diesmal aus dem Motorrad-Rennsport) wurde auf eine Gussfelge mit relativ großem Durchmesser gezogen. Die Upside-down-Gabel stammt von der BMW R NineT, da die nostalgisch wirkende Telegabel der R 18 völlig ungeeignet für das neue Einsatzgebiet war. Gestoppt wird der Dragster von der Bremsanlage des Superbikes BMW S 1000 RR. Die beiden Kotflügel stammen zwar aus der Serie, wurden aber für die Dragster gekürzt. Der Scheinwerfer wurde wegen des Wiedererkennungswerts behalten, auch wenn er im Rennsport natürlich keinen Sinn hat, die Scheinwerferblende stammt allerdings aus der Kollektion von Roland Sands. Für das Drag-Racing fehlten noch die sehr tief angesetzten Stummellenker, anstatt des hohen Cruiser-Lenkers und eine selbstgebaute Sitzbank, gegen die sich der Fahrer beim Beschleunigen mit dem Hintern gut abstützen kann.

Natürlich wollte Sands auf dem Drag-Strip auch adäquate Beschleunigungswerte vorweisen können. Deshalb wurde der Boxer-Motor auseinandergenommen und einer Fitness-Kur unterzogen. „Die Elektronik war definitiv am schwierigsten zu bearbeiten, da wir eine Lachgaseinspritzung hinzugefügt, den Serienauspuff entfernt und das Einlasssystem des Motors drastisch verändert haben“, erklärte Roland Sands.

BMW R 18 Dragster (15 Bilder)

BMW hat den Customizer Roland Sands beauftragt, den Cruiser R 18 umzubauen. Heraus kam ein Dragster, der nur noch wenig mit der Serie zu tun hat.

Den Beweis der Leistungsfähigkeit stellte die R 18 Dragster auf einem eigens angemieteten Dragstrip unter Beweise. In Serie produziert der 1802-cm3-Motor 91 PS und 158 Nm Drehmoment, wieviel mehr Leistung Sands noch herausgekitzelt hat, wollte er nicht verraten, aber es waren genug, um ihn beim Beschleunigungsrennen gegen die Uhr zufriedenzustellen.

Natürlich sollte Roland Sands die R 18 nicht nur zum Privatvergnügen umbauen, sondern hat gleichzeitig auch zwei Design-Kollektionen von Aluminium-Frästeilen „Machined“ und „2-Tone-Black“ für den Cruiser entworfen, die ab Verkaufsstart beim BMW-Händler zur Verfügung stehen werden. Darunter befinden sich unter anderem Vorder- und Hinterräder, Lenker, Handhebel, Spiegel, Tankdeckel und Airbox-Abdeckungen.

BMW-Fans sollten sich keine Hoffnung auf eine R 18 Dragster für den Verkauf im BMW-Programm machen. Der Umbau dient nur Showzwecken, um auf die Einführung des Cruisers aufmerksam zu machen, der im September ab 22.225,21 Euro als R 18 „First Edition“ auf den Markt kommen wird. Allerdings hat BMW bereits ein zweites Showbike gezeigt, die Concept R 18/2, die eher in Richtung Muscle-Bike geht. Über deren Serienproduktion hat BMW noch nichts verlautbaren lassen. Die Chancen dürften gut stehen.

(fpi)