Efficiency Class: die Mercedes-Benz E-Klasse im Test

Die E-Klasse steht für die klassische Mercedes-Limousine wie kein anderes Modell der Stuttgarter. Mit Downsizing-Motoren, viel Komfort und geschärften Kanten will Mercedes an alte Erfolge anknüpfen

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Madrid (Spanien), 13. März 2009 – Mit „Willkommen zu Hause“ wirbt Daimler für die E-Klasse. Das gilt ein bisschen auch für das Unternehmen selbst: Die E-Klasse ist gewissermaßen die Mitte, in der sich Mercedes-Benz definiert. Seit fast 60 Jahren sind die E-Klasse und ihre Vorgänger fast Synonyme für Modelle der gehobenen Mittelklasse. Es begann mit dem Typ 170 V, der 1947 die Ahnenreihe begründete und mit dem Mercedes-Benz 180, der im Jahr 1953 auf den Markt kam. Bekannt geworden ist das Modell durch seine rundliche Ponton-Karosserie mit dem hoch stehenden Kühlergrill. Der Wagen ist mir noch gut vertraut: Mein Vater besaß einen 220 S, das spätere Sechszylindermodell, in dessen Fond ich als Kind viele Länder Europas aufs Bequemste bereiste.

Nun kommt die achte Generation dieses Fahrzeugtyps von Mercedes auf den Markt, die seit 1993 E-Klasse heißt. Ein Auto, das wichtig für Mercedes ist – hier wurden bisher Stückzahlen und Umsatz gemacht. Doch die Anforderungen haben sich geändert und deshalb auch das Modellangebot: Fast alle Modelle der neuen E-Klasse fahren unter dem Label Blue Efficiency vor, ein Diesel sogar als Euro-6-konforme BlueTec-Variante. Viele Hoffnungen ruhen auf dem neuen Modell. Immerhin will Mercedes laut Entwicklungschef Dr. Thomas Weber „mit Innovationen aus der Rezession“. Um den Fortschritt am eigenen Leib zu erfahren, habe ich nicht wie früher hinten Platz genommen, sondern mich ans Steuer gesetzt.

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Die neue Mercedes E-Klasse rollt an.

An so manches Mercedes-Design musste ich mich in der Vergangenheit erstmal ein halbes oder ein Jahr lang gewöhnen, bis es dann gefällig wirkte – dafür blieb es länger frisch als das von anderen Herstellern. So scheint es auch jetzt beim neuen E zu sein: Kann das gut gerundete, kraftvolle Heck auf Anhieb überzeugen, so erstaunt die wuchtige Front mit den großen Prallflächen unterhalb der nun eckigen Scheinwerfer. Auf jeden Fall wirkt die neue E-Klasse mit ihrer kantigen Front eindrucksvoller als ihr rundgesichtiger Vorgänger. Dabei wuchs sie mit 4,87 Meter nur einen Zentimeter in die Länge, dafür aber drei Zentimeter in die Breite und duckt sich in der Höhe gar um zwei Zentimeter.