Efficiency Class: die Mercedes-Benz E-Klasse im Test

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Zum guten Schluss müssen wir uns noch dem Komfort in der neuen E-Klasse widmen, ein wichtiges Thema neben der Sicherheit. Die Testwagen waren mit dem „Aktiv-Multikontursitz“ ausgestattet. Der kostet zwar 1500 Euro, ist aber sehr empfehlenswert, denn er kann nicht nur den Rücken massieren, sondern auch die Länge der Beinauflage und die Seitenwangen verstellen. Diese drücken sich in Kurven auf Wunsch zusätzlich an den Passagier und halten ihn fest im Griff. Gegen weiteren Aufpreis lässt sich der Sitz auch beheizen und sogar kühlen.

Zur Kühlung des Fahrzeuginnenraums sind alle Modelle der neuen E-Klasse mit einer Klimaautomatik ausgerüstet, die drei „Klima-Stile“ bietet: Die Fahrgäste können zwischen „Diffus“, „Medium“ und „Focus“ wählen. Im Modus „Diffus“ arbeitet die Thermotronic beispielsweise mit verringerter Luftgeschwindigkeit und verteilt die Luft großflächig und damit zugfreier. Mit „Focus“ kann man sich dagegen direkt anblasen lassen.

Zur Vervollkommnung des Komforts trägt das weiterentwickelte Fahrwerk mit adaptivem Stoßdämpfersystem bei. Es passt sich automatisch der Fahrsituation an, indem es die Dämpferkräfte bei normaler Fahrweise mindert und so den Abrollkomfort verbessert. Bei dynamischer Kurvenfahrt oder schnellen Ausweichmanövern stellt das System zur bestmöglichen Stabilisierung die maximale Dämpfkraft ein.

Zunächst erschien mir die Abstimmung zu weich, doch nach einigen Kilometern freundete ich mich auch auf den spanischen Landstraßen mit dem System an. Seine Stärken spielt das System aber auf der Autobahn aus – es gibt nicht viele luxuriöse Fahrzeuge, die so geschmeidig dahinrollen wie die neue E-Klasse. Wer es aber doch härter mag, wird in der Optionenliste auch fündig. Er kann entweder eine Variante mit dynamischer Dämpfercharakteristik und tiefer gelegter Karosserie ordern (500 Euro, Serie in der Avantgarde-Ausstattung) oder gleich die Luftfederung Airmatic aus dem 500er für 2000 Euro.