Luxus-beladen: A4 Avant 2.0 TDI mit 170 PS im Test
Es gibt wirklich billigere Kombis, die deutlich mehr Stauraum bieten. Doch im Test interessieren wir uns vor allem dafür, wie sich Audis neuer Mittelklasse-Kombi fährt und ob er seinen Anspruch auf Perfektion einlöst
- gh
Ibiza (Spanien), 3. April 2008 – Es gibt wirklich billigere Kombis, die deutlich mehr Stauraum bieten. Aber wer einen A4 Avant kauft, sucht vor allem stilvolle Perfektion. Dass er in seiner fünften Generation ein Stückchen geräumiger geworden ist, wird dennoch dankbar angenommen. Mit 4,70 Meter ist er beinahe zwölf Zentimeter länger, der Radstand legt um 17 Zentimeter auf 2,80 Meter zu. Doch im Test interessieren wir uns vor allem dafür, wie sich Audis neue Mitte fährt.
Eleganter Tornado
Der A4 Avant schaut uns mit durchgestylten Scheinwerfern an, die serienmäßig mit Tagfahrlicht strahlen. Dieses wird von Halogenlampen erzeugt, beim optionalen Xenonlicht (975 Euro) übernehmen rechts und links jeweils 14 weiße Leuchtdioden diesen Job. Die durch die LEDs entstehenden Lichterbänder sind schon von weitem ein untrügliches Erkennungsmerkmal für „Hier-kommt-ein-Audi“ – dabei sollten sie ursprünglich mal exklusiv dem Gesicht des Audi S5 vorbehalten sein. Die Seitenansicht des A4 Avant soll durch die sogenannte Tornado-Linie harmonisiert werden. In sanftem Schwung zieht sie sich unterhalb der Seitenfenster über die gesamte Wagenlänge. Dazu passend: das coupéhafte Dach, das Richtung Heck schon frühzeitig mit dem Abfallen beginnt.
Luxus-beladen: A4 Avant 2.0 TDI mit 170 PS im Test (27 Bilder)

ZurĂĽckhaltender Stil: Der neue Audi A4 Avant
Keine Schummelein
Der erste flüchtige Eindruck wird auch nach sehr langem und genauem Hinsehen bestätigt: Die Verarbeitung und die Materialien des Innenraums sind perfekt. Alles wirkt echt, meisterlich eingepasst und ist mit feinen Oberflächen versehen. Die Sitze bieten vorne wie hinten auch großen Erwachsenen Platz, und im Fond gibt es trotz des sich nach unten schwingenden Dachs keinerlei Probleme mit der Kopffreiheit – sie wächst im Vergleich zum Vorgängermodell um 1,5 Zentimeter, während der Beinraum hinten um 1,6 Zentimeter zulegen konnte. Das Gestühl hält seine Insassen straff und mit einer guten Portion Seitenhalt in Position, so dass auch lange Strecken ohne überproportionalen Frische-Verschleiß zu bewältigen sind.