Luxus-beladen: A4 Avant 2.0 TDI mit 170 PS im Test

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Von außen sieht es unwirklich stimmig aus, aber wie macht es sich innen? Das Heck des Kombis ist schließlich der Grund, weshalb 70 Prozent der A4-Kunden lieber zum Avant als zur Limousine greifen. Vollständig mit Teppichboden ausgekleidet, strotzt selbst der Ladebereich Bereich vor Hochwertigkeit. In der Standardkonfiguration bringt der A4 Avant davon 490 Liter mit und liegt damit vor seinen ärgsten Konkurrenten Mercedes C-Klasse T-Modell (485 Liter) und BMW 3er Touring (460 Liter). Fällt die Rückbank, fällt auch der Audi zurück: Maximal 1430 Liter stehen jetzt zur Verfügung, hier schlägt sich das Coupédach nieder. Die im Heckbereich deutlich eckigere Mercedes C-Klasse kann mit 70 Liter mehr, also 1500 Liter punkten. Der 3er Touring muss sich mit seinen 1385 Liter hinten anstellen. Bei der Zuladung schiebt sich der Ingolstädter wieder am Stuttgarter vorbei: 570 Kilogramm stehen 530 Kilogramm für den Schwaben gegenüber. Der nicht mehr ganz so frische 3er muss sich auch hier mit seinen 465 Kilogramm deutlich geschlagen geben.

Die Verzurrösen zum Gepäck-Sichern sind beim A4 Avant ebenso Serie wie die Taschenhaken in den Seitenwänden. Diese bestehen aber nicht aus ödem Kunststoff, sondern sind aus verchromtem Metall. Der Kofferraumboden kann gewendet werden: Auf der einen Seite Teppich, kommt auf der anderen Seite eine Art Plastikwanne zum Vorschein. Diese eignet sich nun nicht unbedingt für gerade zur Strecke gebrachtes Wild, aber zum Abstellen von ungemütlichem Gepäck wie verschlammten Wanderschuhen oder vereisten Skistiefeln ist sie sehr hilfreich. Wie Mercedes und BMW schon seit langem, bietet jetzt auch Audi ein zusätzliches Gepäck-Fixiersystem (185 Euro) an. Die recht niedrige und stilvolle Ladekante ist mit einer Schutzleiste aus Edelstahl versehen. Ironischerweise lässt sich diese Schutzleiste und der vor ihr liegende Heckschweller durch eine optional erhältliche Abdeckung vor Kratzern schützen – trotzdem halten wir den Schutz-Schutz für eine empfehlenswerte Anschaffung.

Die Kombi-Bauform ermöglicht ein riesiges optionales Glasdach. Zweiteilig aufgebaut, lässt es jede Menge natürliches Licht in die Kabine und auch des Nachts wirkt der Innenraum irgendwie freier. Der vordere Teil der Glaskonstruktion lässt sich öffnen – er schiebt sich über den hinteren Teil der durchsichtigen Abdeckung. So wird trotz Schiebedach der Kopfraum für die Fondpassagiere nicht so stark eingeschränkt wie bei Systemen, wo sich die Glasscheibe unter das Dach schiebt. Um dem Kombi trotz Panoramadach seine Steifigkeit zu bewahren, wurde mit bombenfestem Strukturkleber ein Verstärkungsrahmen um den Lichteinlass geklebt. Kostenpunkt für das Stück Freiheitsgefühl: 1350 Euro.