Vorstellung Hyundai Bayon: Teure Abrundung

Der Hyundai Bayon ist unterhalb des Kona positioniert, allerdings kaum kleiner und auch nicht billiger.

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Hyundai Bayon

(Bild: Hersteller)

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Kleine SUVs sind momentan ziemlich populär. In diesem Segment mitspielen zu wollen, ist aus Sicht der Hersteller also naheliegend. Ebenso die Entscheidung, möglichst breit aufgestellt anzutreten. Hyundai ist hier mit dem Kona präsent. Nun soll eine Abrundung nach unten erfolgen, doch der Bayon ist kaum wesentlich kleiner und bei genauerem Hinsehen auch nicht billiger.

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Natürlich wirbt Hyundai mit dem Basispreis von 16.790 Euro. Dafür gibt es das SUV mit einem 84-PS-Benziner ohne Aufladung. Die mitgereichte Ausstattung ist recht übersichtlich, aber Klimaanlage, Tempomat und ein einfaches Radio sind inklusive. Vermutlich werden die meisten Kunden aber mindestens zwei Upgrades vornehmen: Der Schritt zum aufgeladenen Dreizylinder mit 100 PS dürfte gefühlt größer sein als ein weiterer zum stärksten Benziner mit 120 PS. Damit einher geht eine höhere Ausstattungslinie, in der dann Dinge wie Lederlenkrad, Einparkhilfe hinten und Alufelgen enthalten sind - das erscheint schon im Sinne des Wiederverkaufs sinnvoll. Das Topmodell kostet 26.590 Euro, selbst mit allen Optionen wird der Listenpreis vermutlich stets unter 30.000 Euro bleiben.

Hyundai Bayon I (5 Bilder)

Hyundai polstert sein Angebot mit einem kompakten Crossoverle auf.

Der kürzlich überarbeitete Hyundai Kona ist ab 19.990 Euro zu haben, hat dann allerdings auch schon den Dreizylinder mit 120 PS zu bieten – weniger gibt es im Kona derzeit nicht. Mit einer etwa vergleichbaren Ausstattung und Motorisierung kostet der Bayon rund 1000 Euro mehr – die Abrundung nach unten wird vor Ort vermutlich hier und da einen gewissen Erklärungsbedarf nach sich ziehen. Denn die äußeren Abmessungen sind nahezu deckungsgleich: Der Bayon ist 4,18 m lang, der Kona 4,21 m. Vielleicht ist es ja die andere Gestaltung, mit der Hyundai auf einen weiteren Publikumsmagneten hofft. Immerhin ist der Kofferraum im Neuen mit 411 Litern sogar größer.

Hyundai Bayon II (9 Bilder)

Hyundai denkt im Gegensatz zu vielen Herstellern das Lenkrad mal anders, nämlich nirgends abgeflacht.

Erstaunlich ist, dass Hyundai dem Kona zumindest bei den alternativen Antrieben keine Konkurrenz, denn der elektrische Antriebsstrang ist zumindest aktuell nicht vorgesehen. Im Angebot sind vier Benziner mit einer sinnvollen, aber nicht allzu weit reichenden Spreizung:

Antrieb Leistung in kW/PS Getriebe Pure Select Trend Prime
1.2 MPI 62/84 5-Gang Manuell 16790 18790 – –
1.0 T-GDI 74/100 6-Gang Manuell – 19990 21490 –
1.0 T-GDI 48-Volt-Hybrid 74/100 6-Gang iMT – 20990 22490 24290
1.0 T-GDI 48-Volt-Hybrid 74/100 7-Gang DCT – 22490 23990 25790
1.0 T-GDI 48-Volt-Hybrid 88/120 6-Gang Manuell – – 23290 25090
1.0 T-GDI 48-Volt-Hybrid 88/120 7-Gang DCT – – 24790 26590

Die Bezeichnung iMT steht für „intelligent Manuell Transmission“. Mit diesem Getriebe ist ein Segeln möglich, was etwas Treibstoff sparen soll. Die Preise deuten darauf hin, dass ein Verkaufsstart unmittelbar bevorsteht, doch Verbrauchswerte im WLTP gibt es noch nicht.

(mfz)